Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Warum diese Politiker Persönliches preisgeben

Bad Eilsen / Wahl Warum diese Politiker Persönliches preisgeben

Das Ziel ist klar: die augenblickliche Ratsmehrheit für die Genossen mit Blick auf die Dekaden, in denen die CDU in Bad Eilsen den Bürgermeister stellte, im Lichte des 11. September als bloßen Betriebsunfall zu verbuchen – selbst wenn die Christdemokraten wissen, dass sie die Linie am Kommunalwahlabend vielleicht nur ganz knapp vor der SPD passieren können.

Voriger Artikel
Quartett findet durch Malerei zusammen
Nächster Artikel
Am Nachthimmel tanzen bunte Kugeln

Bewerben sich um Mandate im Gemeinderat Bad Eilsen: Stephan Nickelsdorf (von links), Eric Söhlke, Wilhelm Dreves, Rolf Prasuhn, Erwin Sengebusch sowie (kniend) Dagmar Söhlke und Barbara Wömpner. © pr.

Bad Eilsen (tw). Denn Dagmar Söhlke, die Christel Bergmann als Ratsspitze ablösen möchte, verkennt nicht, dass die Rivalin „viel Kraft ins Amt und insbesondere ins Studium der Akten investiert“. Allerdings, so die Fraktionschefin, „bleibt dieser Einsatz von Frau Bergmann ohne greifbare originäre Ergebnisse“.

Ob Masterplan, Prädikatisierung oder Wiederherstellen des Tuffsteinbrunnens: Das, was die SPD-Bürgermeisterin derzeit ernte, habe nicht ihre Fraktion allein gesät, sondern sei bereits in die Wege geleitet worden, als die Union noch die stärkste Kraft im „Ortsparlament“ gestellt habe. Dass Söhlke, als Hauswirtschaftsleiterin im Gegensatz zur Bürgermeisterin noch berufstätig, weniger Wochenstunden ins Amt stecken könnte, sieht sie nicht als Nachteil an: „Das ist eine Frage des Zeitmanagements. Ich werde mich jedenfalls nicht verzetteln.“

Mit Blick auf die Kommunalwahl geht die CDU-Fraktion von vielen Neubürgern aus, die am 11. September erstmals ihr Kreuz bei einem Urnengang im Kurort machen. Dem haben die Politiker ihre Strategie angepasst: „Wir können nicht unterstellen, dass das Gros dieser Neubürger uns kennt. Deswegen stellen sich alle sieben CDU-Kandidaten im Flyer als Menschen vor, die viel Persönliches von sich preisgeben – auch Hobbys und Leitsprüche. Sie bieten sich den Bürgern damit als kommunale Kümmerer um jeweils andere Problembereiche an.“

Bei ihr, Söhlke, sind das:
• Kurort-Status erhalten,
• Wohnqualität mehren.
Wilhelm Dreves (Listenplatz zwei) macht sich im Programm stark für:
• Fremdenverkehrsangebote optimieren,
• Verkehrssituation verbessern.
Barbara Wömpner (Listenplatz drei) steht persönlich ein für:
• Infrastruktur verbessern,
• Masterplan umsetzen.

Auf Listenplatz vier legt Rolf Prasuhn sein besonderes Augenmerk auf:
• Gemeindefinanzen neu ordnen und stärken,
• Kur- und Rehawesen weiterentwickeln.
Stephan Nickeldorf (Listenplatz fünf) setzt sich für eine
• gute Verkehrsanbindung ans Klinikum ein.

Wie schon Dagmar Söhlke, möchte auch Eric Söhlke (Listenplatz sechs) den Schwerpunkt auf den Erhalt der Wohnqualität im Kurort legen.
Das Stärken des Fremdenverkehrs, das Dreves am Herzen liegt, ist auch das Steckenpferd von Erwin Sengebusch (Listenplatz sieben).

Zusätzlich will der Gastronom:

• Jugendarbeit fördern.

„Das Hauptaugenmerk bei unseren Anstrengungen“, so Söhlke, „liegt indessen auf dem Ausbau der Infrastruktur des Ortes gemäß Masterplan. Gelingt uns das, bedeutet das Wiedererlangen des Prädikats ,Heilbad‘ kein Problem.“

Die Mannschaft, mit der die Fraktionschefin das in Angriff nehmen will, weist zwar kaum neue Köpfe auf. „Sie ist aber ein guter Mix aus Jung (48) und Alt (68), Arbeitern und Akademikern“, so Söhlke. Drei der sieben Bewerber sind CDU-Mitglieder: Dreves, Wömpner und Prasuhn.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg