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Was wären wir ohne unsere Hände?

Vorträge im Reha-Zentrum Bad Eilsen Was wären wir ohne unsere Hände?

Wenn von Rheuma die Rede ist, denken die meisten an Rückenschmerzen. Dass es noch zahlreiche andere Problemzonen gibt, deren Ursachen in rheumatischen Erkrankungen liegen, ist längst nicht allen bewusst. Beim Rheuma-Tag im Rehazentrum Bad Eilsen standen die Hände im Mittelpunkt.

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Referent Professor Dr. Michael Hammer.

Quelle: sig

Bad Eilsen. Sie gehören zu den Körperteilen, denen im Leben in der Regel am meisten abverlangt wird. Man sieht es ihnen im Alter auch an, was sie geleistet haben. Oft haben sie zahlreiche Verletzungen zu überstehen. Aber darüber hinaus gibt es auch eine Vielzahl von schmerzhaften Krankheitsformen mit ganz unterschiedlichen Ursachen.

 Das wurde bei mehreren Fachvorträgen im „Fürstenhof“ deutlich, für die ausgewiesene Spezialisten als Referenten gewonnen werden konnten. „Wie wichtig für unser Leben funktionstüchtige Hände sind, merken wir oft erst dann, wenn Beschwerden und Funktionsbeeinträchtigungen auftreten“, stellt die Ärztliche Direktorin des Rehazentrums, Dr. Inge Ehlebracht-König, fest.

 Unter den Tagungsteilnehmer gab es viele, die sehr persönliche Erfahrungen mit Erkrankungen der Hände gemacht haben. Eine Seniorin beispielsweise schilderte in einer Gesprächspause, was sie alles unternommen hat, um sich die Funktionsfähigkeit ihrer Hände zu erhalten. Es sei eine lange Leidensgeschichte gewesen, verbunden mit mehreren Operationen, durch die „leider nicht alle Probleme aus der Welt geschafft werden konnten“.

 Aber das ist auch alles andere als einfach, denn die Hände sind ein höchst filigranes „Werkzeug“ des Menschen, bei dem sich vieles außerordentlich kunstvoll zusammenfügt. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb mehrere medizinische Fachrichtungen in die Vortragsreihe eingebunden wurden.

 Den Auftakt machte Professor Michael Hammer. Der Chefarzt einer nordrhein-westfälischen Fachklinik behandelte internistisch-rheumatologische Ursachen, vor allem die rheumatoide Arthritis. Er schilderte diverse Erscheinungsformen an den Handgelenken und machte dabei auch deutlich, „dass die Ernährung bei diesen entzündlichen Vorgängen eine wichtige Rolle spielt“.

 Um die doch zu einem großen Teil altersbedingte Fingerpolyarthrose ging es in dem Referat von Dr. Joachim Georgi aus Damp. Die Verschleißerscheinungen am Gelenkknorpel könnten speziell bei Frauen schon recht früh einsetzen und erhebliche Beschwerden verursachen. Dass in diesem Zusammenhang sogar die Schuppenflechte eine Rolle spielen könne, war für viele Hörer neu.

 Über neurologische Ursachen von Handschmerzen und deren Behandlung sprach Professor Jens Dieter Rollnik vom Neurologischen Zentrum Hessisch Oldendorf. Ein weites Feld sind die nicht selten sehr herausfordernden operativen Eingriffe, mit denen sich Dr. Jobst Meyer aus Bückeburg befasste. Er ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie an der Bethel-Klinik.

 Den Abschluss bildete ein Vortrag der beiden Ergotherapeutinnen Mailin Hölscher und Lena Meyer vom Rehazentrum Bad Eilsen. Die Vielzahl der von ihnen vorgestellten therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten verblüffte. Damit lasse sich auch vorbeugend manche Verbesserung erzielen. Ebenso wichtig sei die Nachversorgung im Anschluss an operative Maßnahmen.  sig

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