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Was wird aus Badehotel und Musikfest?

Treffen des Kur- und Verkehrsvereins Bad Eilsen Was wird aus Badehotel und Musikfest?

Der Kurort hat in der letzten Zeit eine positive Entwicklung genommen. Das ist auch bei der jüngsten Zusammenkunft des Kur- und Verkehrsvereins Bad Eilsen zur Sprache gekommen.

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Noch immer ein imponierendes und gut erhaltenes Bauwerk ist das am Rande des Kurparks gelegene Badehotel. Über die weitere Nutzung besteht noch keine Klarheit.

Quelle: sig

Bad Eilsen. Die Fertigstellung des „Palais im Park“ war so ein wichtiger Schritt. Aber es wurde auch die Frage aufgeworfen, was aus dem früheren Badehotel wird.

 Noch befindet es sich in der Hand der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Seine weitere Verwendung sei noch immer offen, erklärte Bürgermeisterin Christel Bergmann. Konkretes über mögliche Interessenten wusste sie nicht zu berichten. Das kann auch daran liegen, dass es bei der derzeitigen Eigentümerin (DRV) bestimmte Vorstellungen über die weitere Verwendung dieses Gebäudes gibt.

 Das Badehotel ist der letzte Teil eines Ensembles, das einst den Status eines Weltbades ausgemacht hat. Es ist zusammen mit den Festsälen 1926 erbaut worden. Auch das Kurmittelhaus entstand damals. Im Erdgeschoss des Badehotels hatte der damalige Kurdirektor eine Badeabteilung einrichten lassen.

 Von 1928 bis 1936 hatten im Badehotel die berühmt gewordenen Augenärzte Graf Wiser und von Tippelskirch ihre Praxis. Danach besaßen sie ihre eigene Augenklinik am Harrl. Später arbeiteten im Badehotel Flugzeug-Konstrukteure von Focke-Wulf, bevor die Royal Air Force auch dieses Haus beschlagnahmte. Schon angesichts dieser Historie und wegen des übrigen inzwischen aufwendig sanierten Ensembles wird die weitere Nutzung dieses Gebäudes nicht so ganz einfach.

 Die Bürgermeisterin wies außerdem darauf hin, dass die Gemeinde die Konzertmuschel und einige restliche Grundstücksflächen von der Rentenversicherungsanstalt übernommen habe. Der Wohnmobilplatz sei bislang gut angenommen worden. Es gebe in diesem zentralen Bereich des Ortes aber Parkplatzprobleme. Fahrzeuge würden kreuz und quer abgestellt. Vielleicht bessere sich die Situation, wenn der Bereich um die Remise gepflastert wird. Dieses Gelände soll künftig auch als zentraler Veranstaltungsplatz genutzt werden.

 Kosten kommen auf die Gemeinde auch wegen der marode gewordenen Schranken an den drei Eingängen zum Kurpark zu. Der Park mit seinen Anlagen wird vom Bauhof der Gemeinde in einem guten Zustand gehalten. Große Aufmerksamkeit muss den alten Bäumen gelten, damit Besucher nicht durch abgestorbene Äste gefährdet werden.

 Ein Thema der Versammlung war noch die Frage der weiteren Ausrichtung des Musikfestes. Dieses von der Gemeinde letztmalig 2013 ausgerichtete Event war einst ein Höhepunkt im Veranstaltungsjahr des Kurortes und zog Tausende aus dem weiten Umkreis an. Eine besondere Attraktion war immer das Feuerwerk. Derzeit ist offensichtlich ungeklärt, ob dieses Fest noch eine Zukunft hat. Als Ausrichter käme eigentlich nur die Gemeinde in Frage, die ja sonst als Veranstalter nach der Eröffnung des „Palais im Park“ kaum noch in Erscheinung tritt.

 Als die evangelische Kirchengemeinde das 50-jährige Bestehen der Christuskirche mit einem solchen Feuerwerk ausrichtete, hatte der Kur- und Verkehrsverein für diesen Zweck einen finanziellen Zuschuss gewährt. Das könnte sicherlich auch dann möglich sein, wenn die Gemeinde Bad Eilsen das Musikfest wieder aufleben lässt. sig

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