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Weniger Böller, mehr Privatfeiern

Bad Eilsen / Silvester Weniger Böller, mehr Privatfeiern

Bad Eilsen. Viele Eilser weinen dem alten Jahr offensichtlich keine Träne nach: An den Folgen der schlimmsten Finanzkrise seit Jahrzehnten hat mancher auch im neuen Jahr noch zu knabbern. Das war zumindest bei den Gesprächen zum Jahresende im Kurort zu spüren. Deshalb wurde das neue Jahr um Mitternacht – zumindest in Bad Eilsen – auch verhaltener begrüßt als in den vergangenen Jahren. Zwar knallten überall die Sektkorken, aber der Einsatz von Raketen und Böllern hielt sich diesmal in Grenzen.

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Sie schafft, wenn andere feiern: Ursula Winkelhake, Chefin von „Omas Kaffeestube“, vollendet hier ihre letzte Torte des alten Jahres für die Kaffeegäste des Silvestertages.

Auffallend häufig war die Aussage zu hören: „Wir feiern in diesem Jahr im Kreise der Familie und verzichten auf das Ausgehen.“ Und das hatte nicht allein mit dem angekündigten starken Schneefall und der stellenweise auftretenden Eisglätte zu tun.

Eisglätte und die großen Schneemengen verschafften den heimischen „Blauröcken“ zusätzliche Einsätze. Die winterlichen Witterungsverhältnisse hatten schon in der Nacht auf Donnerstag zu Unfällen auf der Autobahn geführt, heimische Feuerwehrleute mussten eine eingeklemmte Person aus einem schwer beschädigten Wagen befreien und die Einlieferung ins Krankenhaus veranlassen. Wegen Schneeglätte wurden am Silvestertag die Auf- und Abfahrt der A 2 in Bad Eilsen für Lastwagen zeitweise gesperrt. Glätte zwischen den Anschlussstellen Oelde und Bad Eilsen machte die Autobahn für Lastwagen zeitweise nicht passierbar. Brummi-Fahrer wurden von der Polizei aufgefordert, die Parkplätze anzufahren.

Die Wetterbedingungen zwangen Samtgemeinde-Brandmeister Hartmut Krause dazu, seine Wehrführer zu bitten, dass die Fahrer der Einsatzfahrzeuge und auch die anderen Aktiven nur zurückhaltend feierten – für die Feuerwehrleute eine Selbstverständlichkeit im Dienste der Allgemeinheit. Vollbeschäftigung hatten vom Beginn des Schneefalls an die Mitarbeiter des Bauhofes der Samtgemeinde und der Gemeinde Bad Eilsen. Diese mussten schon am frühen Morgen Straßen und Wege räumen sowie streuen. Vorrang hatten die Fahrbahnen mit Gefällen und Steigungen.

In ungewöhnlich großen Abständen trudelten die Gäste der Silvesterparty im Kursaal ein. Im Vorverkauf waren 120 Karten weggegangen. Dieser Besuch entsprach den Erwartungen. Im Kurtheater nebenan lief diesmal jedoch kein Lustspiel. Dort hatte es kürzlich ohnehin einen Heizungsschaden gegeben. Bürgermeisterin Christel Bergmann meinte dazu: „Man kann nach zwei Jahren durchaus einmal eine Pause einlegen und dann einen Neustart wagen.“

Leer stand auch das „Haus des Gastes“. Der bisherige Wirt Uwe Eiben kümmerte sich ein letztes Mal im Kursaal um das leibliche Wohl der Besucher. Er steht in aussichtsreichen Verhandlungen, um in Malente ein Restaurant mit Saal zu übernehmen. Für ihn wird es im „Haus des Gastes“ bald einen Nachfolger geben. Er soll beginnen, wenn die Heizungsanlage saniert und die Deckendämmung eingebracht ist. Das dürfte im späten Frühjahr der Fall sein.

Wie farbenprächtig Eiben mit seinem Team den Kursaal geschmückt hat, das verdient nach Ansicht seiner Gäste großes Lob: „Da hat er sich noch einmal große Mühe gegeben“, war zu hören. Für ein gut gefülltes Parkett sorgte einmal mehr Alleinunterhalter Karl Stramer mit flotter Tanzmusik.

In unmittelbarer Nähe dazu gab es auch im Café am Kurpark eine Silvesterparty. Auf einige sonst von weither angereiste Gäste musste Wirtin Adelheid Tegtmeier diesmal aber verzichten. Bei diesem Wetter zum Beispiel aus Bad Pyrmont zu kommen, wäre schon reichlich riskant gewesen. sig

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