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Bad Eilsen Wenn der Turm aus den Fugen gerät
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Wenn der Turm aus den Fugen gerät
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21:00 30.08.2017
Quelle: möh
BAD EILSEN.

Die Kosten belaufen sich auf etwa 42000 Euro. Ein Großteil des Geldes fließt allerdings als Zuschuss der Schaumburg-Lippischen Landeskirche in die Kasse der heimischen Kirchengemeinde zurück. Die Arbeiten am Turm der Kirche dauern wahrscheinlich noch bis Anfang Oktober, denn es werden gleich alle Fugen erneuert, damit sich ein einheitliches Bild ergibt.

Die Christuskirche, die bereits im Jahr 1959 gebaut wurde, hat sich bisher als überaus „pflegeleicht“ erwiesen. Die jetzigen Baumaßnahmen sind die ersten, die an der Außenhaut des Gotteshauses notwendig wurden. Mitarbeiter des in der Landeskirche zuständigen Bauamtes hatten bereits im vergangenen Jahr festgestellt, dass sich einige Fugen der Außenwände als sehr marode darstellten. Im Laufe der vielen Jahre haben Regen, Wind, Frost und Sonne ihre Spuren hinterlassen, sodass einige der Fugen überhaupt nicht mehr als solche zu erkennen sind.

Da die Kirchengemeinde nun Folgeschäden wie Feuchtigkeit und Schimmel in den Wänden und im Inneren der Kirche befürchtet, entschloss man sich, die Außenhaut zu sanieren, wie Manfred Schramke, Mitglied des Kirchenvorstandes und Vorsitzender des Bauausschusses der Kirchengemeinde, erläuterte. Zunächst stellten sie aber einen entsprechenden Zuschussantrag bei der Landeskirche, denn allein hätte die heimische Gemeinde die hohen Kosten für das Projekt nicht tragen können.

Heimische Wirtschaft unterstützen

Wegen der zunächst notwendigen Arbeiten am Kirchturm schrieb der Bauausschuss diverse Firmen an und bat um Kostenvoranschläge. Schließlich entschied sich das Gremium, bei den Fugarbeiten für einen Betrieb aus Stadthagen, der, so Schramke, auch gute Referenzen (unter anderem Arbeiten am Rathaus in Stadthagen und an der Alten Mühle in Ahnsen) vorweisen konnte. Die Gerüstarbeiten gingen an eine Firma aus Bad Nenndorf. Schließlich, so Pastor Hendrik Blank: „Wenn der Preis stimmt und hervorragende Ausführungen zu erwarten sind, ist es immer gut, die heimische Wirtschaft zu unterstützen.“ Das sah Schramke genauso.

Da nicht nur die ausgewaschenen Fugen, sondern alle zunächst gesäubert und dann wieder verfüllt werden müssen, um nicht hinterher den Kirchturm in diversen Betonfarben „erstrahlen“ zu lassen, werden die Arbeiten nach Berechnung der Verantwortlichen Anfang Oktober abgeschlossen sein. Sie hoffen, dass nicht noch unerwartete Probleme auftauchen, die das erwartete Ende der Sanierung des Kirchturmes verzögern könnten.

Im Anschluss steht aber noch die komplette Fugensanierung des „Hauptgebäudes“ auf der Agenda der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Fakt ist, dass die Arbeiten in naher Zukunft angegangen werden müssen, um auch dort Folgeschäden zu vermeiden. Konkret hat sich die Kirchengemeinde mit diesem Thema aber noch nicht beschäftigt. Zunächst müssen, wenn es an der Zeit ist, wieder Zuschussanträge an das Landeskirchenamt gestellt werden. „Werden diese Anträge positiv beschieden“, so Schramke, „geht die Sanierung an der Christuskirche weiter.“ Besonders auffällig sind die ausgewaschenen oder maroden Fugen an der Kirche im Bereich des Einganges zum Gemeindehaus. möh