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Wenn grün, dann richtig

Eilsen Wenn grün, dann richtig

Grünen-Ratsherr Heinz-Hardy Hoffmann freut sich über die Verstärkung durch Yannick Schneeweiss aus Luhden. Nun könne die zeitintensive grüne Arbeit in mehreren Räten auf zwei Personen verteilt werden.

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Mit Heinz-Hardy Hoffmann (rechts) und Yannick Schneeweiss haben die Grünen jetzt zwei Bewerber im Rennen.

Quelle: pr

Eilsen. EILSEN. „Viele krampfhaft erstellte Wahlziele in den Wahlbroschüren sind gut gemeintes Füllmaterial“, sagt Hoffmann. Für Eilsen gelte: Es sei zu 98 Prozent das auf die Tagesordnung und zur Abstimmung gekommen, was die Verwaltung vorlegte und durch die Politiker legitimiert werden musste. Hoffmann: „Eigene Anträge der Parteien kamen fast nicht vor.“

Realistische grüne Politik bedeute, in die Entscheidungen positiv-grüne Sichtweisen einzubringen, so Hoffmann. Das sei „mit Blick auf die Meinungsübermacht der beiden großen Parteien“ eine wichtige Daseinsberechtigung. „Genau das war meine Leistung in diesen Jahren.“ Wichtiges habe wegen der starken Beanspruchung der Verwaltung und der Politik aufgrund der Sanierung des Palais im Park hintangestellt werden müssen.

„Wahlziel ist es, diesmal zwei Mandate für die Grünen zu erwerben, um mit mehr Gewicht das Thema Klimaschutz und die Renaturierung der Aue verfolgen zu können“, so Hoffmann. „Klimaschutz wird uns in den nächsten Jahren stark beschäftigen, da sich mit der Beteiligung Schaumburgs am Programm ,Masterplan-Kommune‘ viele Tore öffnen werden.“ Bückeburg habe mit der Aue viel geleistet. Dort wollen die Grünen ansetzen „und unser Gewässer naturnah erweitern, Hochwasser besser bewältigen und den Freizeitwert steigern“.

Vertreter der jüngeren Generation

Yannick Schneeweiss (20) befindet sich in der Ausbildung zum Werbekaufmann. Für die Politik hat sich der „Neu-Grüne“ entschieden, damit auch die jüngere Generation und erstmals auch grüne Überzeugungen im Luhdener Rat vertreten sind. „Ich möchte vor allem mehr Transparenz in die Luhdener Politik bringen und versuchen, den nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss abzuschaffen. Hier werden die Dinge in kleinstem Kreis vorentschieden und in öffentlichen Sitzungen meist nur noch abgenickt. Das ist für mich ein demokratischer Missstand.“ Beruflich arbeitet Schneeweiss viel mit den Neuen Medien und könnte sich vorstellen, Luhden auch bei Facebook eine lebendige Öffentlichkeit zu erschließen. Bei der Entwicklung des Gewerbegebietes möchte er verstärkt Nachhaltigkeit berücksichtigt wissen. Nicht gelungen findet er die Verkehrsberuhigungen im Ort und möchte sinnvolle Veränderungen anregen sowie die Radwege besser ausschildern. Heinz-Hardy Hoffmann(55), Augenoptikermeister, sieht die grüne Präsenz im Heeßer Rat als sehr wichtig an. „Hier sind Kräfte am Werk, die nur darauf lauern, gegen die Interessen der Wohnbevölkerung zu handeln.“ Neu für ihn sei die Erfahrung gewesen, dass kleine Kommunen Straßenbau und Infrastruktur zwingend mit eigenen finanziellen Mitteln sanieren müssen. „Das ging in den vergangenen Jahren in die Hunderttausende.“ Leider sei das alternativlos. Ein Argument dafür, das zeitnah zu erledigen, sind die niedrigen Kreditzinsen. Heeßen habe zwar Schulden, aber diese lägen im Rahmen – und ein großer Teil sei durch Guthaben sogar neutralisiert.

Diejenigen, die auf große Gewerbeansiedlungen und vermeintlich sprudelnde Gewerbesteuer setzten, würden nicht anerkennen, dass Heeßen ein attraktiver Wohnort geworden sei, der sich aus der Einkommensteuer seiner Wohnbürger finanziere. „Die haben ein berechtigtes Interesse an guter Lebensqualität“, so Hoffmann.

Dort, wo sich Bürger mehr Verkehrssicherheit, Schutz ihrer Kinder und professionelle Verkehrskonzepte wünschten, stellten obige Kräfte freie Fahrt für Autos und Lkws über die Sicherheit der Schwächeren. Dazu kämen die schwer erträglichen Vorgaben des Landkreises, die häufig sinnvolle Kompromisslösungen vor Ort verhinderten. r

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