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Wie bekämpft man Schmerzen?

Bad Eilsen Wie bekämpft man Schmerzen?

Das Rehazentrum in Bad Eilsen hat anlässlich des „Aktionstages gegen den Schmerz“ Betroffene über Möglichkeiten informiert, ihre Lebensqualität zu verbessern.

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An diesem Infostand herrscht reger Gesprächsbedarf.

Quelle: sig

Bad Eilsen. Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität. Sie sind Alarmsignale des Körpers, die man erst nehmen muss. Es geht dabei nicht um den Schmerz, den man spürt, wenn man sich in den Finger geschnitten hat.

Oder um die Beule, wenn man sich den Kopf an der Kellertür gestoßen hat. Das alles lässt sich schnell und dauerhaft beheben. Aber was ist mit den Schmerzen, die hartnäckig sind und deren Ursache nicht hinreichend geklärt ist?

Davon Betroffene sitzen in vielen Wartezimmern. Sie hoffen auf zuverlässige Diagnosen und auf Erfolg versprechende Therapien. Eine besonders unerfreuliche Erfahrung sind jene Schmerzempfindungen, die immer wiederkehren und schließlich chronisch werden.

Ihnen gilt in erster Linie der „Aktionstag gegen den Schmerz“, der von der Deutschen Schmerzgesellschaft ausgerichtet und von zahlreichen anderen Organisationen unterstützt wird. Daran beteiligte sich jetzt zum vierten Mal auch das Rehazentrum in Bad Eilsen.

Über mehrere Stunden hinweg standen Patienten und Besuchern diverse Ansprechpartner zur Verfügung. Dazu gehörten vom Psychologischen Dienst des Rehazentrums Martin Spreen-Ledebur und Julia Bleyer, der Landesvorsitzende der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew, Rüdiger Schmidt, und dessen Gruppensprecher für Bad Eilsen-Rinteln, Hans-Gerhard Schneider. Die Rheumaliga Niedersachsen war vertreten durch Merve Vistoria von der Arbeitsgemeinschaft Rinteln. Dazu kam noch von der Rehaklinik der Rheumatologe und Internist Dr. Uwe Polnau.

„Allein bei uns kommen an die 70 Prozent der Patienten mit Schmerzempfindungen“, berichtete die Psychologin Bleyer. Dazu würden Menschen mit rheumatischen Erkrankungen, chronischen Rückenbeschwerden und unspezifischen Erkrankungen des Bewegungsapparates gehören. Es gebe auch ein Weichteilrheuma ohne Entzündungserscheinungen im Blut, aber doch mit großen Schmerzen. Auch Stoffwechselprozesse im Gehirn können zu schmerzhaften Fehlfunktionen führen.

Bleyer: „Wir wissen, dass Stresssituationen über das Nervensystem Schmerzen auslösen, und kennen die Folgen von Depressionen, psychischer Instabilität und eines Burnouts.“ In solchen Fällen müssten ganzheitliche Lösungen angestrebt werden. Und da gehe es auch um Hilfe zur Selbsthilfe.

Was sich auch immer als auslösende Ursache herauskristallisiert, die Schmerzen als schicksalhaft hinzunehmen, ist nicht der richtige Weg. In den Gesprächen im Forum des Rehazentrums wurde immer wieder deutlich, dass Schmerzpatienten nach Wegen suchen, ihre Situation und ihre Lebensqualität zu verbessern.

In jedem Fall sollte man auftretende Schmerzen als ein Signal empfinden, dem man auf den Grund gehen muss. Nur so lässt sich verhindern, dass sie schließlich chronisch werden und eine Linderung dann zu noch größeren Herausforderungen führt. Dank moderner medizinischer Forschung hat die Schmerzbewältigung in den letzten beiden Jahrzehnten große Fortschritte erzielt. Das macht auch für die Zukunft Hoffnung. sig

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