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Wie schmeckt denn Jüdischer Salbei?

Bad Eilsener erklärt den Bibelgarten Wie schmeckt denn Jüdischer Salbei?

Das Angebot der „Offenen Kirche“ zieht in Bad Eilsen vornehmlich Kurgäste an. In jüngster Zeit wollen die Besucher vermehrt nicht nur einen Blick in das Gotteshaus werfen, sondern sich auch in den Bibelgarten vor der Christuskirche einweisen lassen. Sie bekommen dann von Ruth Everding erklärt, was da so alles wächst und blüht.

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Bei hochsommerlichen Temperaturen muss Ruth Everding ihre Gießkanne für den Bibelgarten häufig nachfüllen.

Quelle: sig

Bad Eilsen. „Manchmal kommen auch Rollstuhlfahrerinnen vorbei, die wissen wollen, ob meine Sämereien aufgegangen sind und wie die jungen Pflanzen aussehen“, berichtet die gartenkundige Prädikantin. Sie hatte kürzlich unter anderem Besuch aus Rinteln, wo nach dem Kurort-Vorbild auch ein Bibelgarten entstehen soll.

 Immer wird gefragt, was es für Pflanzen denn vor mehr als 2000 Jahren eigentlich gegeben habe, mit denen man hungrige Mägen füllen konnte. Und Everding macht den Fragestellern dann klar, dass der Tisch schon in jener Zeit gut gedeckt war, als Christus geboren wurde.

 Noch etwas war sicher: Da es damals noch keine weitverbreiteten chemischen „Keulen“ gab, dürfte die Nahrung gesünder gewesen sein als heute. Allerdings müssen in unseren Tagen auch wesentlich mehr Menschen von den Früchten der Erde leben.

 Unbestritten ist, dass es damals im Heiligen Land bereits Feigen- und Olivenbäume gab sowie viele Obst- und Gemüsesorten. In der Bibel werden etwa 130 Pflanzen erwähnt. Eine bevorzugte Rolle spielten Wein, Weizen, Gerste, Linsen, dicke Bohnen, Kichererbsen, Lein und zahlreiche Gewürze. Olivenöl war nicht nur als Nahrungsmittel gefragt, sondern ebenso als Lichtspenden in Öllampen.

 Everdings Garten bietet auch etlichen Wiesenblumen Platz. Daran herrschte überall dort kein Mangel, wo es Wasser gab. Neu ausgesät oder gepflanzt hat sie Lorbeer, Bohnen, Lein und den Jüdischen Salbei. Das ist sowohl ein Gewürz als auch eine Teesorte und ein Heilkraut. Zwischen den Hochbeeten gibt sie zusätzlich in kleinen Töpfen übrig gebliebenen Samen in die Erde. „Da hat manche Besucherin bereits gern ein Exemplar mitgenommen“, weiß sie zu berichten.

 Die hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage haben sie in Trab gehalten. In dem von ihr liebevoll gepflegten Bibelgarten soll nichts vertrocknen und kein wildes Kraut überhandnehmen. So wird diese ganz besondere Gartenidylle noch viele Besucher anlocken. sig

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