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Zehn Unfälle in vier Wochen

Brennpunkt B 83 Zehn Unfälle in vier Wochen

Zehn Unfälle allein im Februar – fast immer hat es Verletzte gegeben. Langsam, aber sicher beschleicht die Verantwortlichen bei der Polizei Bückeburg ein mulmiges Gefühl, wenn sie an das Verkehrsgeschehen auf der Bundesstraße 83 denken.

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November 2010: Ein Abbiegefehler an der Kreuzung bei Klein Eilsen fordert zwei Verletzte.

Quelle: Archiv

Insbesondere in dem Abschnitt zwischen der Ampelkreuzung bei Klein Eilsen und dem Abzweig nach Buchholz (Landesstraße 443) häufen sich die Karambolagen.

Wie die kurze Monatsstatistik, die Polizeihauptkommissar Uwe Schröder von der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg angefordert hat, belegt, handelt es sich überwiegend um Abbiegeunfälle – zumeist beim Abbiegen nach links. Oft hätten die Unfallverursacher die Geschwindigkeit der anderen Verkehrsteilnehmer falsch eingeschätzt.

Auf eine weitere Tatsache weist Polizeioberkommissar Matthias Auer hin: Das Unfallgeschehen verteile sich recht gleichmäßig über den gesamten genannten Streckenabschnitt. An der Ampelkreuzung Klein Eilsen gab es demzufolge drei Unfälle, an der Abbiegespur zur A2 waren es ebenfalls drei, jeweils zwei Unfälle gab es im Bereich der Tankstelle sowie an der Einmündung der L443. Mit Blick auf die Verursacher dieser Unfälle gab es keine augenscheinlichen Häufungen: Betroffen waren alle Altersgruppen und beide Geschlechter.

Woran also könnte es liegen, dass es auf der Bundesstraße 83 so häufig kracht? „Die großzügig mit vier Spuren ausgebaute Straße vermittelt jederzeit den Eindruck: Hier kannst du schnell fahren“, vermutet Auer, dass die Tempo-70-Abschnitte oft nicht so ernst genommen werden, wie es nötig wäre. Zumal: „Der ständige Wechsel zwischen 100 und 70 ist problematisch“, vermutet auch Schröder. Die Gesamtkonstellation dieses Straßenabschnitts – Klein Eilsen, Tankstelle, Auestraße, Autobahnauffahrt, Abzweig Buchholz – erfordere eine „hohe Aufmerksamkeit“, wobei die Tempowechsel die Lage verschärfen.

Besonderes Augenmerk erfordere der Bereich rund um die Tankstelle, in dem beide Beamten selbst Tempo 70 als „noch zu schnell“ erachten. Der vom Tankstellengelände abfließende Verkehr müsse teils fünf Fahrspuren queren. Für geordnetere Verhältnisse könnten durchgezogene Linien rund um die Tankstelle sorgen, so eine Idee.

Schröder und Auer wollen angesichts der jüngsten Entwicklung tätig werden. Mit dem Vertreter der Polizeiinspektion in der Verkehrssicherheitskommission wolle man über das weitere Vorgehen beraten und dann das Gespräch mit dem Landkreis Schaumburg und den zuständigen Stellen beim Land Niedersachsen suchen.  thm

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