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Bad Eilsen Zurück zu den Wurzeln: „Stramer’s“ eröffnet
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Zurück zu den Wurzeln: „Stramer’s“ eröffnet
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17:57 05.05.2011
„Prost“: Karl Stramer stößt mit Lebensgefährtin Petra Bohlig in der Retro-Cafébar auf einen erfolgreichen Start an. © tw
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Bad Eilsen (tw). Es ist jener Betrieb, in dem er 1997 seine ersten Schritte als Selbstständiger machte. Motto: „Das Leben ist hart, die Frauen sind schön, lasst uns zu Kalle trinken geh’n.“ Jägermeister und Schoko-Schätzchen gibt’s (nur am Freitag) für einen Euro.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Herrn Stramer“, sagt Harald Hiemesch. Der Justiziar der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover hat den Kontrakt mit dem Gastronomen, der zuletzt die Marktwirtschaft in Rinteln führte, ausgehandelt. Er läuft zunächst über fünf Jahre. Zum Team des „Stramer’s“ gehören außer Kalle noch dessen Lebensgefährtin Petra Bohlig sowie Petra Feuchter und Ilona Wilkening.

Die von Jörg Diekmann aus Rinteln verantwortete Einrichtung des Lokals – lange Sitzbänke aus dunkelbraunem Leder, quadratische Mittelfuß-Tische gleicher Farbe sowie bordeauxfarbene Sessel und Stühle – lässt sich vom Stil her irgendwo zwischen den dreißiger und sechziger Jahren verorten und wirkt doch modern. Das Auge fühlt sich an das Ambiente erinnert, das ähnlich das benachbarte „Schulz“ im Haus des Gastes vermittelt, ohne dass Stramer abgekupfert hat. Hüben wie drüben haben beide Gastronomen vielmehr einen guten Riecher für Trends.

Spezialitäten des als Cafébar und Bistro geführten Hauses sind frischgebackene Riesenwaffeln sowie hausgebackene und extragroße Tortenstücke. Sonn- und feiertags gibt es wechselnden Mittagstisch. Stramer indes wäre nicht Stramer, wenn er nicht so oft als möglich bei Livemusik zum Tanz bitten würde. Freitags und sonnabends wird das im Lokal immer der Fall sein, sonntags, wenn das Wetter mitspielt, auch draußen unter den Kastanien. Da es das heute bestimmt tut, gibt’s im Biergarten Livemusik von Stramer und Paul Ritchie. Im Herbst kommt eine Musikbox hinzu, an der die Gäste ihre Songs selbst wählen können – gratis, versteht sich. Schön auch: Die Beleuchtung lässt sich komplett dimmen – so kommt Atmosphäre auf.

Stramers Preise können natürlich nicht mit denen mithalten, die Hildegard Handrecks „Jägerstuben“ an gleicher Stelle in den Sechzigern boten: Damals kostete ein Korn 35 Pfennig, eine Ochsenschwanzsuppe 80 Pfennig und ein Whisky 1,50 Mark. Aber das, was der Gastronom an Geld nimmt, mutet heutzutage Zeit durchaus nostalgisch an.

Interessant für alle, die’s noch nicht lassen können: Das Lokal bietet eine Raucher-Lounge mit Geldspielgerät. Das „Stramer’s“ hat innen 70 Sitzplätze, auf der Terrasse 60 und im Biergarten 100.

• Öffnungszeiten: täglich ab 14 Uhr, sonn- und feiertags ab 10 Uhr. Telefon (0160) 97 340 336.

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