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Zweiter Versuch

Nabu-Gruppe für Eilsen Zweiter Versuch

Mehr als ein Jahr ist es her, dass der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zu einer Infoveranstaltung im „Haus des Gastes“ eingeladen hatte, bei der es um die Gründung einer im Bereich der Samtgemeinde Eilsen aktiven Nabu-Gruppe ging. Diese sollte eigentlich schon im Laufe des Jahres 2016 an den Start gehen, doch bislang hat es mit der Realisierung dieses Planes noch nicht geklappt. Zu den Akten gelegt ist das Vorhaben damit allerdings nicht.

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EILSEN. Nach wie vor wolle man eine Ortsgruppe Eilsen ins Leben rufen, sagt Nick Büscher, stellvertretender Nabu-Landesvorsitzender und Chef der Rintelner Gruppe. „Denn das Potenzial dafür ist in der Samtgemeinde vorhanden.“ Zum einen, was die Anzahl der dort beheimateten – bislang der Ortsgruppe Obernkirchen zugeordneten – Vereinsmitglieder betrifft, aber auch wegen der unterschiedlichen Naturräume, die man in Eilsen vorfinde und in denen man sich in vielfältiger Weise sinnvoll betätigen könne. Angefangen bei der Bückeburger Aue, an deren Ufer man eine künstliche Brutwand für den Eisvogel bauen könnte und in deren Nähe es ein Vorkommen der streng geschützten Gelbbauchunke gebe, über die Anpflanzung und Pflege einer Streuobstwiese bis hin zu Aktivitäten im Bereich des Schleiereulenschutzes. Exkursionen, die eine bei Luhden gelegene Orchideenwiese oder etwa das Kennenlernen von Vogelstimmen zum Ziel haben, seien ebenfalls möglich.

Kindern die Natur näher bringen

Vor allem für junge Familien, von denen es viele in der Samtgemeinde gebe, dürfte es interessant sein, ihre Kinder durch die Teilnahme an derartigen Aktionen an die Natur heranzuführen, betont Büscher. „Viele Kinder sind heute leider völlig entfremdet von der Natur.“ Dies sei allein schon daran zu erkennen, dass diese zwar „mehr als 20 Handy-Klingeltöne kennen, aber keine drei Vogelstimmen auseinanderhalten können“. Es gebe noch einen Grund, der dafür spreche, Kindern frühzeitig die heimische Natur nahezubringen: „Was ich nicht kenne, das schütze ich auch nicht – weil ich keinen Bezug dazu habe.“

Was Büscher außerdem optimistisch stimmt, dass es mit der geplanten Ortsgruppen-Neugründung etwas werden wird, ist, dass es unter den Erwachsenen immer mehr Menschen gebe, die in Umweltfragen sensibel seien und die im Naturschutz etwas mitgestalten wollten. Und gegen die – in Sachen Freizeitbeschäftigung – Konkurrenz durch digitale Medien sowie diverse „andere Verpflichtungen“ müsse man als Naturschutzvereinigung eben mithilfe des „attraktiveren Angebotes“ punkten – gerade bei Kindern und Jugendlichen.

Konzentriert angehen wollen Büscher und seine Mitstreiter die Gründung der geplanten Nabu-Ortsgruppe Eilsen in der zweiten Hälfte dieses Jahres – nachdem eine Mitgliederwerbeaktion des Naturschutzbundes gelaufen ist. Dann nämlich soll es eine erneute Informationsveranstaltung geben. Dann mit hoffentlich mehr Erfolg. wk

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