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Der Holzstapel wächst und wächst

Osterfeuer kündigt sich an Der Holzstapel wächst und wächst

Diesmal wird in Buchholz sicherlich ein sehr großes Osterfeuer lodern. Schon kurz nach Beginn des Anlieferungstermins von privatem Baum- und Strauchschnitt wagte Ortsbrandmeister Thomas Reichelt diese Vorhersage und verband sie mit der Hoffnung auf „schönes Wetter“. Es dürfe zwar sehr kalt sein, aber Regen oder sogar Schneeregen wären „wirklich fatal“.

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Mit jeder Ladung Holzschnitt, die angeliefert wird, vergrößert sich der Stapel fürs Osterfeuer am 4. April.

Quelle: möh

Buchholz. Das Osterfeuer wird am Sonnabend, 4. April, um etwa 20 Uhr von den Fackeln der Kinder und Jugendlichen aus dem Dorf entzündet. Der Fackelzug setzt sich um 19.30 Uhr am Schützenhaus in Richtung Regenrückhaltebecken in Bewegung.

 In Buchholz sind die Gemeinde, die Schützengilde und die Freiwillige Feuerwehr dafür verantwortlich, dass ein vernünftiges Osterfeuer am Regenrückhaltebecken abgebrannt werden kann. Sie übernehmen auch in jedem Jahr die Verpflegung der vielen Besucher. So gibt es Getränke aus Flaschen, Bratwurst und Krakauer. Die Kinderfeuerwehr – die „Eilser Schwefelhölzchen“ – backen Waffeln. Und das „alles zu zivilen Preisen“, wie Thomas Reichelt ausdrücklich betonte.

 Als jetzt mit Anhängern, mit Treckern und in Autos das für das Feuer benötigte Holz angeliefert wurde, standen Ortsbrandmeister Reichelt und sein Stellvertreter Matthias Lossie, Schützengilde-Chef Heinz Meier und der Ratsherr Henrik Imhoff als Vertreter der Gemeinde bereit, um Bürgern zu sagen, wo sie das Holz stapeln sollen. Außerdem fassten sie mit an, damit sich kein großer Fahrzeugstau am Regenrückhaltebecken entwickelte. Nach getaner Arbeit gönnten sich die Helfer von Feuerwehr, Schützengilde und Gemeinde Bratwürstchen von einem „Einmal-Grill“, wie es schon seit Jahren Tradition ist.

 Am kommenden Sonnabend finden sich die Organisatoren sich um die Mittagszeit noch einmal am Osterfeuer am Regenrückhaltebecken ein. Dann soll der große Holzhaufen noch einmal mit einem Frontlader umgeschichtet werden, damit auf jeden Fall die Tiere, die es sich vielleicht in dem Holz schon gemütlich gemacht haben, vertrieben werden.

 Das Osterfeuer ist einerseits ein Brauchtumsfeuer, zudem aber auch – wie in Buchholz – wieder ein Anlass, zu dem sich die Dorfgemeinschaft trifft, um beim Klönen mit Freunden und Nachbarn einen gemütlichen Abend zu verbringen. Im Brauchtum werden die Feuer auch „Ostermeiler“ genannt, und werden am Ostersonnabend entzündet. In Westfalen-Lippe brennen die Feuer erst am Ostersonntag, im Sauerland sogar oft erst am Abend des Ostermontags.

 Als weltliche Volkssitte ist das Osterfeuer seit 1559 bezeugt. Vorchristliche Traditionen sind nicht belegt. Die seit 1906 entdeckten Plätze sind meist Brand- oder Gargruben, aber eine Beziehung zum Osterfeuer kann nach Mitteilung der Experten nicht hergestellt werden.

 In der katholischen Kirche wird zum Beginn der Liturgie in der Osternacht ein kleines Feuer entfacht, das Osterfeuer. Nach dem sich die Gemeinde um die Flammen herum versammelt hat, entzündet der Priester am Feuer die Kerze, die nach der Weihe als Licht in die dunkle Kirche getragen wird. Die brennende Kerze stellt Christus als Licht der Welt dar. Wie einst das Volk Israel der Feuersäule durch die Wüste folgte, so folgen die Gläubigen Jesus Christus auf dem Weg vom Tod zum Leben.

möh

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