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Buchholz Für den Erhalt der Artenvielfalt
Schaumburg Eilsen Buchholz Für den Erhalt der Artenvielfalt
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13:31 11.03.2018
Die kleinen Bachschmerlen (kleines Bild) leben in der Bodenregion schnellfließender Bäche und Flüsse. Horst Weiß, der Gewässerwart des Vereins, setzt die Tiere aus.Fotos: wk
BUCHHOLZ

Dabei handelt es sich um einen etwa acht bis zwölf Zentimeter, selten mehr messenden, dämmerungs- und nachtaktiven Fisch, auf dessen Speiseplan unter anderem kleine Insektenlarven, Wasserschnecken und Würmer stehen.

Für die Angelfischerei ist diese Art zwar als Nutzfisch uninteressant, dennoch hat der Fischereiverein Schaumburg-Lippe auch in diesem Jahr wieder mehrere Hundert bei einem Züchter besorgte Bachschmerlen (Stückpreis: ein Euro) in die Bückeburger Aue eingesetzt: rund 250 Exemplare in den an Buchholz vorbeiführenden, renaturierten Gewässerabschnitt und noch einmal die gleiche Menge in ein Aueteilstück bei Ahnsen. „Mit dieser Aktion wollen wir die hiesigen Bestände der Bachschmerle stärken und so etwas für den Erhalt der Artenvielfalt in diesem Fließgewässer tun“, erklärte Horst Weiß, der Gewässerwart des Vereins.

"Positiv überrascht"

Ergänzend berichtete er, dass eine im Spätsommer vergangenen Jahres von einem Sachverständigen durchgeführte Elektrobefischung der Bückeburger Aue ergeben habe, dass in dieser ein „sehr guter Kleinfischbestand“ vorhanden sei. Festgestellt worden seien beispielsweise eine große Anzahl an Mühlkoppen sowie Bachschmerlen in allen Größen sowie „extrem viel Brut“. Und je weiter man flussaufwärts gehe, desto besser sei die Situation.

Von der Vielfalt und Anzahl der nachgewiesen Fischarten sei der vom Land Niedersachsen mit der (alle fünf Jahre anstehenden) Elektrobefischung beauftragte Sachverständige „positiv überrascht“ gewesen, so Weiß.

Ganz ohne Eigennutz ist der Erhalt des Bachschmerlenbestandes für den Fischereiverein Schaumburg-Lippe allerdings nicht. Denn die kleinen Bodenfische und deren Nachwuchs stehen ihrerseits auf dem Speiseplan der in der Bückeburger Aue vorkommenden Forellen, die wiederum zum Beutespektrum der Angler gehören. Gibt es also viele Kleinfische, kommt dies auch der Forellenpopulation zugute. Die Angelfischer können dann den einen oder anderen Speisefisch mehr aus dem Fließgewässer holen. mw