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„Ich war stinksauer“

Ärger in Buchholz „Ich war stinksauer“

Dass bei Tiefbauarbeiten auch mal etwas schief laufen kann, diese Erfahrung mussten Nick Büscher und seine Mutter, Roswitha Möller, machen: Weil ein vor dem von ihnen bewohnten, in der Bückebergstraße 67/67a gelegenen Doppelhaus vorbei laufendes Regenwasserkanalrohr nicht mehr dicht war, hatte die Gemeinde ein Bauunternehmen damit beauftragt, das betroffene Teilstück zu reparieren.

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Ihr fehlen die CDU-Einflüsse

Verärgert: Dass ein von der Gemeinde Buchholz beauftragtes Bauunternehmen bei Baggerarbeiten eine Stromleitung und mehrere Telekommunikationskabel beschädigt hat, dafür haben Roswitha Möller und deren Sohn, Nick Büscher, kein Verständnis.

Quelle: wk

BUCHHOLZ. Daraufhin war jene Firma mit einem Bagger angerückt, um das Kanalrohr freizulegen und den zuvor bei einer Kontrolluntersuchung festgestellten Mangel zu beheben. Doch es sollte nicht bei diesem Schaden bleiben, denn das ausführende Unternehmen hat – so Büscher – „während der Maßnahme im negativen Sinne ‚ganze Arbeit‘ geleistet“.

„Zunächst wurde das im Erdreich vor dem Haus liegende Stromkabel des Nachbarhauses (Bückebergstraße 67a) stark beschädigt, die Baugrube jedoch wieder verschlossen“, berichtet der Buchholzer. „Erst eine Woche später ist die Beschädigung aufgefallen, da meine Mutter, die das Nachbarhaus bewohnt, keinen Strom mehr hatte. Die Baugrube musste erneut ausgehoben werden und es dauerte geraume Zeit, bis der Schaden seitens des Netzbetreibers wieder repariert wurde.“ Doch damit nicht genug, sei einige Tage später festgestellt worden, dass das Bauunternehmen auch die zu der von ihm bewohnten Doppelhaushälfte (Bückebergstraße 67) führenden Telekommunikationskabel „stark beschädigt“ habe. Bemerkbar hatte sich dieser Schaden sowohl durch Störungen beim Empfang des Kabelfernsehens als auch durch Störungen bei über diese Kabel geführten Telefongesprächen gemacht.

„Da stellt sich mir die Frage, inwieweit die Gemeinde ihrer Bauaufsicht nachgekommen ist und sich über die ordnungsgemäße Ausführung der Baumaßnahme informiert“, macht Büscher seinem Ärger Luft. Zudem sollte sich die Gemeinde aus gegebenem Anlass Gedanken darüber machen, in Zukunft bei der Vergabe derartiger Aufträge darauf zu achten, dass das von ihr beauftragte Unternehmen die Maßnahmen „sachkundig und fachgerecht durchführt“. Zumal es nach dem, was er gehört habe, an anderer Stelle im Ort bei einer vergleichbaren Baumaßnahme ähnlich schlecht gelaufen sein soll.

Provisorisch verlegtes Notkabel

Was Büscher insbesondere wurmt ist, dass letztlich die Hauseigentümer diejenigen sind, „die mit den Unannehmlichkeiten mangelhaft ausgeführter Baumaßnahmen zurechtkommen müssen“ – auch wenn diesen durch solch einen Schaden keine Kosten entstehen. Allein der Ärger und die Einschränkungen im Alltag seien jedoch schon belastend genug.

Roswitha Möller beispielsweise musste aufgrund der Beschädigung ihres Hausanschlusskabels rund eine Woche damit leben, dass ihre Doppelhaushälfte mittels eines provisorisch verlegten „Notkabels“ versorgt wurde, das dafür an das Stromnetz der anderen, ihrem Sohn gehörenden Doppelhaushälfte angeschlossen war. Hinzu kam, dass sie zunächst davon ausging, dass die Ursache für den plötzlichen Stromausfall irgendwo in ihrem Haus zu suchen war. Weshalb sie einen Elektriker kontaktierte, der in dem Gebäude auf Fehlersuche ging, dabei den Hausanschluss kontrollierte und die Fehlerquelle schließlich im Bereich der außerhalb der Doppelhaushälfte liegenden Zuleitung lokalisierte. Dass die Buchholzerin („Ich war stinksauer“) die Kosten für den von ihr hinzugezogenen Elektriker nicht selbst tragen muss, mindert ihre Verärgerung über das den Schaden verursachende Bauunternehmen indes nur marginal. Denn: „Wir haben das Theater – die Lauferei und die Telefoniererei.“ wk

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