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Telekom-VDSL-Anschluss treibt Buchholzer zur Verzweiflung Keine Verbindung

Wenn Wolfgang Kattner irgendwo den Slogan „Erleben, was verbindet“ sieht, mit dem die Telekom Deutschland GmbH für ihre schnellen Internetverbindungen wirbt, dann kann er nur noch lachen.

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Symbolbild

Quelle: dpa

BUCHHOLZ. Angesichts der Erfahrungen, die er in den vergangenen Monaten mit diesem Unternehmen gemacht, sollte der Slogan seiner Meinung nach nämlich besser „Erleben, was trennt“ heißen. Denn nicht nur, dass der neue Telekom-Highspeed-Breitbandanschluss des Buchholzers wochenlang nicht funktionierte, hat er seinen Vertrag bei dem Kommunikationsunternehmen deswegen inzwischen auch außerordentlich gekündigt.

Aber der Reihe nach: Ende November 2015 sei ihm eine Information der Telekom ins Haus geflattert, in der diese den zeitnahen Ausbau des Breitbandnetzes an seinem Wohnsitz angekündigt hatte, erzählt Kattner. Da er sehr an einem schnellen Internetanschluss interessiert sei, habe er am 7. Dezember 2015 im Rintelner T-Punkt-Shop die Umstellung seines Vertrages beantragt. Worauf hin ihm Anfang Januar 2016 eine entsprechende Auftragsbestätigung der Telekom zugegangen sei, in der diese die Bereitstellung des neuen Anschlusses zum 20. Januar 2016 angekündigt habe.

Internet, aber keine Telefonverbindung

Von einem externen Fachbetrieb ließ Kattner dann am 26. Januar 2016 einen passenden Router in seinem Haus installieren, wobei der IP-basierte Anschluss zunächst auch einwandfrei funktionierte. Ab 6. April aber war die Festnetz-Telefonie nicht mehr möglich, während der Zugang ins Internet von dieser Störung nicht betroffen war. Daher habe er sich mittels seines Mobiltelefones an die Störungsstelle der Telekom gewandt, seitens der ihm zugesichert worden sei, dass dieses Problem noch bis zum Abend desselben Tages behoben werde, berichtet de 84-jährige Pensionär.

Die Störung blieb dennoch bestehen, wobei ab 16. April auch noch der Internetzugang ausfiel. Insgesamt wandte sich Kattner seit Auftreten der ersten Störung etliche Male an die Störungsstelle der Telekom, damit diese die Funktion der Anlage wiederherstellt – aber vergeblich.

Zwei Monate und acht Auftragsbestätigungen

Im „Wechselspiel“ zwischen ihm als Kunden, der mehrfach die Gewährung der vertraglich vereinbarten Leistung anmahnt, und der Deutschen Telekom seien ihm im Laufe von rund zwei Monaten insgesamt acht neue Auftragsbestätigungen mit stets neuen Bereitstellungsterminen zugesandt worden, berichtet der 84-Jährige. Zudem seien ihm in dem gleichen Zeitraum in mehreren SMS-Nachrichten seitens der Telekom Bereitstellungstermine angekündigt und teils widerrufen worden. All dies hat er sich akribisch notiert, garniert mit Kommentaren wie „Also abwarten und hoffen“, „Fortsetzung des Trauerspiels“ und „Unglaublich“.

„Für den Vorgang gibt es keine kundenverständliche Erklärung oder Begründung“, resümiert der Buchholzer, der hinsichtlich der Telekom folgenden Eindruck gewonnen hat: „Ich fühle mich verarscht.“ Und: „Hätte ich das alles gewusst, hätte ich lieber das alte, langsame Internet behalten.“

Als Konsequenz daraus hat Kattner seinen Vertrag inzwischen außerordentlich gekündigt – und ist anschließend zu einem anderen Anbieter gewechselt.

Wie er seine Kündigung in diesem Fall am besten zu formulieren hatte, darüber hatte er sich zuvor von der Verbraucherzentrale in Hannover beraten lassen.  wk

 

factbox

Telekom entschuldigt sich für Fehler

Das sagt die die Telekom:

„Kurz gesagt, Herr Kattner hat unter den Auswirkungen eines Fehlers in unseren Auftragssystemen leiden müssen. Hierfür können wir ihn nur vielmals um Entschuldigung bitten“, erklärt Niels Hafenrichter, der Pressesprecher der Deutschen Telekom AG. „Wir haben bei der Bestätigung seines Auftrags im Januar erkennen müssen, dass die von Herrn Kattner gewünschten Änderungen nicht in allen beteiligten Softwaresystemen übernommen worden sind. Um Herrn Kattner die gewünschten Leistungen zur Verfügung stellen zu können, musste der Auftrag daher storniert, die Daten bereinigt und der Auftrag neu ins System eingestellt werden. Hierbei wird für unsere Kunden dann automatisch eine Auftragsbestätigung versendet.

Da leider auch die folgenden Versuche nicht zu einer erfolgreichen Erfassung des Auftrags geführt haben, sind an Herrn Kattner wiederholt Auftragsbestätigungen versandt worden.

Während der Anschluss in der Anfangszeit nutzbar war, wurde der Funktionsumfang im April durch eine Datenbereinigung, von der wir uns die Lösung des Problems versprochen haben, erheblich eingeschränkt. Auch bei der daraufhin veranlassten kompletten Neubereitstellung ist es uns nicht gelungen, den Anschluss für Herrn Kattner wie gewünscht bereitzustellen.

Weshalb unsere Systeme den Vertragswechsel in diesem Fall nicht akzeptiert haben, werden wir weiter untersuchen. Für die entstandenen Unannehmlichkeiten können wir Herrn Kattner nur um Entschuldigung bitten und wünschen ihm bei seinem neuen Anbieter einen reibungslosen Vertragsverlauf.“ wk

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