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Nicht optimal, aber eine Verbesserung

Gerätehaus der Feuerwehr Nicht optimal, aber eine Verbesserung

Eigentlich hatte sich die Feuerwehr Buchholz einen Anbau an ihr Feuerwehrgerätehaus gewünscht, um ihr in den vergangenen Jahren gewachsenes Platzproblem zu lösen. Aber aus diesem Bauvorhaben wird jetzt nichts. Stattdessen soll die Ortsfeuerwehr eine separate Garage erhalten.

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Bei der Sitzung des Feuerschutzausschusses erläutert der Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann (rechts), warum ein Anbau an das Buchholzer Feuerwehrgerätehaus nicht infrage kommt.

Quelle: wk

Buchholz. Nach Information der Samtgemeinde Eilsen ist der bereits vor zwei Jahren von der Ortsfeuerwehr beantragte Anbau aus Sicht der Brandschützer erforderlich, um die beengte Situation in der großen Fahrzeughalle des Gerätehauses zu entschärfen.

Denn diese diene auch als Umkleidebereich für die Aktiven, deren Anzahl inzwischen jedoch so weit gestiegen sei, dass sich die Umkleidesituation „aufgrund der guten Personalstärke“ deutlich verschlechtert habe. Ein problem- beziehungsweise gefahrloses Umziehen der Einsatzkräfte sei somit nicht mehr möglich.Zudem habe die Ortsfeuerwehr in den beiden kleineren Hallen kaum noch Platz für zusätzliche Einsatz- und Ausrüstungsgegenstände, da diese Hallen bereits mit deren Mannschaftstransportwagen sowie einem Anhänger belegt seien.

Mit 150.000 Euro Baukosten kalkuliert

Vor diesem Hintergrund hatte die Samtgemeinde bereits einen Planer beauftragt, der unter anderem die voraussichtlichen Baukosten für solch einen Anbau ermitteln sollte. Das Ergebnis: circa 150000 Euro – für einen Anbau mit Umkleide, Flur, Toilette und Fahrzeuggarage bei einer Nutzfläche von insgesamt rund 72 Quadratmetern.

Wie aber offenbar erst jetzt klar geworden ist, würde solch ein Anbau respektive der damit verbundene „Eingriff“ in die vorhandene Immobilie dazu führen, dass der Bestandsschutz hinsichtlich des alten Feuerwehrgerätehauses erlischt. Und dies wiederum würde bauliche Maßnahmen am Feuerwehrgerätehaus nach sich ziehen, um heute geltenden Bauvorschriften Genüge zu tun. Das berichtete der Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann bei der Sitzung des Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde Eilsen.

Ergänzend merkte Andreas Kunde, Verwaltungsmitarbeiter der Samtgemeinde, hierzu an, dass in diesem Fall eine DIN-Vorschrift zu beachten sei, gemäß der solch ein Anbau mindestens 5,5 Meter breit und zehn Meter lang sein müsste. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wäre am Feuerwehrgerätehaus in Buchholz jedoch nur ein 4,7 Meter breiter und 9,5 Meter langer Anbau möglich.

Denn andernfalls „müsste man die bestehende Fahrzeughalle auch verbreitern“, verdeutlichte Schönemann. Aber wie dies architektonisch gelöst werden könnte, das sei ihm „ein Rätsel“. Und somit sei auch die Überlegung, das Feuerwehrgerätehaus um einen Anbau zu erweitern, „gestorben“.

Separate Garage als Alternative

Als Alternative schlug der Verwaltungschef den Bau einer separaten Garage vor, die den Bestandsschutz der Altimmobilie nicht gefährde und voraussichtlich rund 40000 Euro kosten würde. In dieser Garage könnten dann sowohl der Mannschaftstransportwagen als auch der Anhänger untergestellt werden, sodass in den beiden kleineren Hallen des Feuerwehrgerätehauses mehr Platz zum Umkleiden vorhanden wäre.

Eine separate Garage sei zwar „nicht das Optimale, aber immerhin eine Verbesserung gegenüber der derzeitigen Situation“, meinte Gemeindebrandmeister Hartmut Krause. Und in diesem Fall müsse man halt mit einem Kompromiss leben. Allerdings sollte die Garage so groß bemessen sein, dass darin auch noch einige andere Dinge der Ortsfeuerwehr (etwa deren Bierzeltgarnituren) gelagert werden können.

Rolf Prasuhn, der Chef des Feuerschutzausschusses, formulierte als Beschlussvorschlag, dass die Samtgemeinde mit der Ortsfeuerwehr Buchholz deren Bedarf hinsichtlich der Garage ermitteln solle. Dabei müsse die Garage jedoch groß genug dimensioniert sein, damit deren Raumangebot für die nächsten Jahre ausreiche. Für den Bau der Garage soll die Samtgemeinde einen Betrag in Höhe von 40000 Euro in ihrem diesjährigen Haushalt einplanen. Der Ausschuss votierte einstimmig für diese Vorgehensweise. mw

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