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Querungshilfen zu gefährlich für Kinder?

Bückebergstraße Querungshilfen zu gefährlich für Kinder?

An sich sollen die drei in die Bückebergstraße eingebauten Querungshilfen Fußgängern das sichere Überqueren dieser durch Buchholz führenden, stark frequentierten Landesstraße erleichtern. Der Verkehrssituation werden die Inseln aber nicht gerecht.

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An den in der Bückebergstraße eingebauten Querungshilfen soll es schon mehrfach zu Beinahe-Unfällen zwischen Kraftfahrzeugen und Kindern gekommen sein.

Quelle: wk

Buchholz. Die Idee ist, dass ein Passant zunächst nur eine Fahrspur überschreitet, wenn diese frei ist, um dann auf der in der Mitte der Straße vorhandenen Verkehrsinsel zu warten. Ist auch die andere Fahrspur frei, kann er seinen Weg fortsetzen. So weit, so gut.

Was in der Theorie funktioniert, hat in der Praxis aber offenbar seine Tücken – und zwar dann, wenn Kinder über die viel befahrene Bückebergstraße wollen. Denn Kinder verhalten sich nicht unbedingt so, wie dies erwachsene Verkehrsplaner voraussetzen: „Bringen Sie mal Kindern bei, dass Autos hier nicht anhalten müssen“, formuliert es Jens Werhahn, Familienvater aus Buchholz.

Soll heißen: Klar, können Eltern ihren Kindern sagen, dass eine Querungshilfe kein Zebrastreifen ist. Er und seine Ehefrau hätten dies ihren beiden Sprösslingen (acht und neun Jahre alt) schon zigmal erläutert. Und selbstverständlich habe sich der Nachwuchs dies auch angehört. Aber vor Ort sind Kinder, wenn sie auf sich allein gestellt sind, mitunter eben doch mit der Verkehrssituation überfordert.

Notbremsung mit quietschenden Reifen

So habe seine Ehefrau schon mehrfach mit Schrecken beobachtet, dass Autos an der knapp unterhalb des Dorfgemeinschaftshauses gelegenen Querungshilfe mit quietschenden Reifen eine Notbremsung hinlegen mussten. Weil Kinder plötzlich beide Fahrspuren in einem Zuge überquerten, ohne auf der Verkehrsinsel einen Stopp einzulegen und ohne auf den Verkehr zu achten.

Eine Situation, die sich laut Werhahn etwa daraus entwickelt, dass sich die Kinder auf die – von ihnen aus gesehen – auf der vorderen Fahrspur fahrenden, also von links kommenden Fahrzeuge konzentrieren.

Und wenn dann ein wohlmeinender Autofahrer anhält, um ihnen das Überqueren der Straße zu ermöglichen, laufen die Kinder los und nehmen dabei bisweilen gleich die ganze Straße in Angriff – im falschen Glauben daran, dass ja wohl auch die auf der anderen Fahrspur fahrenden, von rechts kommenden Fahrzeuge anhalten.

Schilder verdecken Kinder

Gefahrerhöhend komme hinzu, dass auf der Verkehrsinsel zwei Verkehrszeichen aufgestellt sind, durch die etwaige dort wartende Kinder verdeckt werden. Von den Fahrern können die Jungen und Mädchen daher nicht oder nur schlecht gesehen werden.

Dass an dieser überdies schlecht beleuchteten Querungshilfe, die laut Werhahn an Schultagen von rund einem Dutzend Schulkindern genutzt wird, bislang noch kein schwerer Unfall passiert ist, ist nach seinem Empfinden nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken, dass etliche Eltern (sie selbst übrigens auch) ihre Kinder nicht allein die Bückebergstraße überqueren lassen. Vielmehr begleiten sie die Jungen und Mädchen, um Sorge dafür zu tragen, dass die Kinder unbeschadet über die Bückebergstraße kommen (die Schulbushaltestelle ist an der Bahnhofstraße).

Und so gut die erst vor zwei Jahren eingebauten Querungshilfen auch gedacht sind, „das Einzige, was wirklich sicher ist“, wäre statt dessen die Installation einer Fußgängerampel, resümiert der besorgte Familienvater, und betont: „Das sehen auch andere Eltern so.“ wk

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