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Schluss mit dem Geklacker

Buchholz Schluss mit dem Geklacker

Niedersachsens breiteste Dehnungsfuge auf einer Autobahnbrücke – sie befindet sich auf der Arensburger Talbrücke am Ortsrand von Buchholz – erhält ein technisches Update.

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Fast zwei Meter breit: Auf der Arensburger Talbrücke ist die Sanierung der Dehnungsfuge in vollem Gang.

Quelle: tol

Buchholz. Nach Abschluss der bis Ende Oktober terminierten Baumaßnahme soll von Fahrzeugen, die über die breite Fuge rollen, deutlich weniger Lärm ausgehen als bisher. Die Kosten der Sanierung betragen rund 900.000 Euro.

Des Öfteren geraten Kraftfahrer, wenn sie auf der Autobahn 2 aus Hannover in Richtung Dortmund unterwegs sind, derzeit in kürzere Staus. Grund dafür ist eine Baustelle zwischen den Anschlussstellen „Bad Eilsen Ost“ und „Bad Eilsen“. Auf der Richtungsfahrbahn „Dortmund“ stehen nur noch zwei der drei Fahrspuren zur Verfügung, weil gerade die aus den 1930er Jahren stammende Arensburger Talbrücke saniert wird. Betroffen ist nur der nördliche Teil der Brücke (also die Fahrtrichtung Dortmund), denn genau dort befindet sich die breiteste Dehnungsfuge, die sich auf einer Autobahnbrücke in Niedersachsen finden lässt. Bei dem südlichen Teil der Autobahnbrücke handelt es sich um einen Neubau, welcher im Vorfeld der „Expo 2000“ in Betrieb genommen worden ist und bei dem es eine solch breite Dehnungsfuge nicht gibt.

Bauherr ist Geschäftsbereich Hannover der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Mit den Arbeiten beauftragt worden ist die Autobahnmeisterei Lauenau. Wie deren Leiter Detlef Nagel auf Anfrage mitteilte, sind seine Leute seit der zweiten Septemberwoche damit beschäftigt, die aufwendige Konstruktion des alten Fahrbahnübergangs auszutauschen. „Teile der Konstruktion waren abgängig, und außerdem war das auch sehr laut, wenn Fahrzeuge drüber hinweg gerollt sind“, erläutert Nagel und ergänzt: „Die erste Hälfte haben wir bereits rausgenommen, am Donnerstag wird das neue Teil eingebaut.“ Die erste Hälfte, wohlgemerkt, also die beiden linken Fahrspuren. Anschließend muss die zweite Hälfte – die rechte Fahrspur und die Standspur – ausgebaut und durch neue Bauteile ersetzt werden. Bei diesen handelt es sich einerseits um diverse in Fahrtrichtung eingebaute Stahlträger, und andererseits um mit Gummilippen abgedichtete und schallgedämpfte Stahllamellen, welche sich mittels Gleitlagern auf den Stahlträgern in engen Grenzen bewegen können und somit über der breiten Fuge die eigentliche Fahrbahn bilden.

Wie lange hält die neue Konstruktion? Und vor allem: Wie lange minimiert sie die Abrollgeräusche? Da kann Nagel nicht präzise antworten: „Das ist ganz unterschiedlich – ein wesentliches Kriterium dabei ist allerdings die Verkehrsbelastung, insbesondere durch den Schwerverkehr.“ Damit ist aber auch klar: Auch die neue Konstruktion kann – und wird – irgendwann verschleißen.

Das ständige Geklacker über ihren Köpfen hat viele Buchholzer genervt, gerade zu nachtschlafender Zeit. Viele Jahre lang hatte sich der Gemeinderat für Sanierung der Arensburger Talbrücke eingesetzt. Ein Termin im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium brachte im Frühjahr 2013 schließlich den Durchbruch.

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