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Wohnraum für sechs Familien

Ehepaar kauft Schullandheim Wohnraum für sechs Familien

Die erste Verkaufsanzeige hat das Interesse des Buchholzer Ehepaars Angela und Frank Werner am Bremer Schullandheim „Weser“ geweckt. Allerdings erschien ihnen der Preis noch recht hoch. Als das Objekt nach einigen Monaten um fast 25.000 Euro günstiger angeboten wurde, schlugen sie zu. Auf dem Areal an der Hauptstraße wollen sie ein Sechs-Familienhaus neu errichten.

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Das Hausmeisterhaus und die angebauten Seminarräume (links) werden einem Sechs-Familienhaus weichen. Im Hauptgebäude des ehemaligen Schullandheimes (rechts) soll, wenn auch zu einem späteren Zeitpunkt, ebenfalls Wohnraum entstehen.

Heeßen/Buchholz. Erhalten werden soll auf jeden Fall das traditionsreiche Gebäude des Schullandheimes, wie Angela Werner betont. In diesem Gebäude, das immer noch eine gute Bausubstanz hat, sind auf längere Sicht weitere acht bis neun Wohnungen geplant. Auch das kleine Wäldchen hinter den Gebäuden, das immerhin auf einem Terrain von etwa 5.000 Quadratmetern steht, wollen die neuen Besitzer langfristig sichern und dann als grüne Ruhezone für ihre Mieter anbieten.

Um ihre Altersvorsorge mit Mietwohnungen auf solide Beine zu stellen, suchte das Ehepaar Werner schon seit geraumer Zeit ein entsprechendes Objekt. Es sei aber schwierig gewesen, im heimischen Raum ein großes Grundstück zu finden, das ihren Vorstellungen entsprach, erklärte Frank Werner. Er betonte, seiner Meinung nach solle man auch dort investieren, wo man lebe – und das sei für ihn und seine Frau nun einmal die Samtgemeinde Eilsen. Daher sei der Kauf des Schullandheimes auf dem exakt 7529 Quadratmeter großen Grundstück ein Glücksgriff. Dort könnten sie ihre Pläne vom hochwertigen Wohnen verwirklichen.

Das alte Hausmeisterhaus mit den zwei angebauten Seminarräumen fällt demnächst der Abrissbirne zum Opfer. Dort möchte das Ehepaar Werner in einem Neubau sechs barrierefreie Wohnungen mit jeweils 85 Quadratmetern errichten. Das neue Haus direkt an der Hauptstraße wird sich, da für diesen Bereich kein Bebauungsplan vorhanden ist, in der Höhe (zweieinhalbgeschossig) der Umgebung anpassen, wie Frank Werner erläutert. Die Pläne sind mit Gemeinde und Samtgemeinde, die beide keine Einwände haben, besprochen worden. Auch der Landkreis hat eine entsprechende Bauvoranfrage positiv beschieden. Der Abrissbagger soll schon im September mit seiner Arbeit beginnen. Die Investoren hoffen, dass bis dahin der Bauantrag vom Landkreis genehmigt worden ist, um unverzüglich mit dem Bau des Mehrfamilienhauses beginnen zu dürfen. Das Ehepaar Werner möchte Mitte des nächsten Jahres die Wohnungen vermieten können.

Priorität für die Bauherren hat das geplante Sechs-Familienhaus. Mit dem Umbau des Schullandheimes in neue Wohnungen will sich das Ehepaar zunächst Zeit lassen. Mit diesem Projekt soll vielleicht in fünf Jahren begonnen werden. Fest steht aber bereits jetzt, so Angela Werner, dass das geschichtsträchtige Gebäude mit seinem prägenden Turm auf jeden Fall erhalten werden soll. Ein derartiges Haus mit seinem einzigartigen Charakter könne man nicht als Neubau errichten, betont das Ehepaar. Komplett erneuert werden muss jedoch das „Innenleben“ des ehemaligen Schullandheimes, das noch aus den siebziger Jahren stammt und sich nach all der Zeit entsprechend marode präsentiert.

Derzeit ist bereits ein Profi damit beschäftigt, die Bäume auf dem Grundstück und im kleinen Wäldchen zu pflegen, die vor mehr als 120 Jahren angepflanzt worden sind und sich dann ziemlich selbst überlassen blieben. Daher werden nicht nur trockene Äste ausgeschnitten, sondern auch andere notwendige Maßnahmen ergriffen, um den Bestand zu sichern. Das Ehepaar Werner freut sich besonders, dass sogar richtig wertvolle Bäume vorhanden sind. So verweisen die Bauherren „nur“ auf zwei große Blutbuchen und einen riesigen türkischen Haselnussbaum, der in dieser Größe in der heimischen Umgebung überaus selten zu finden ist.

Übrigens: In dem kleinen Wäldchen auf dem Grundstück des ehemaligen Schullandheimes haben in der Vergangenheit immer Rehe geschlafen, wie die Nachbarn dem Ehepaar Werner berichteten. Diese Tiere haben sich von den derzeitigen Baumpflegearbeiten überhaupt nicht stören oder beeindrucken lassen, denn sie sind dort in den Nachtstunden auch weiterhin zu finden. möh

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