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Buchholz Zum Ausgleich fehlen 350 000 Euro
Schaumburg Eilsen Buchholz Zum Ausgleich fehlen 350 000 Euro
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00:31 19.03.2015
Königsspiel: Buchholz muss Figuren räumen, um an die Rücklage zu kommen. Quelle: Apops/Fotolia
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Buchholz (thm)

Die Differenz betrage 350700,00 Euro. „Aber damit sind wir in bester Gesellschaft“, so der Bürgermeister und verwies auf den defizitären Haushalt des Landkreises Schaumburg. Krause: „Das ist zwar nicht gut, aber es manchmal auch nicht anders möglich.“

 „Das Geld haben wir ja auch mal eingenommen, jetzt müssen wir es über die Umlagen wieder auszahlen“, beschrieb der Bürgermeister im Gemeinderat die missliche Lage. Die von der Gemeinde Buchholz in Richtung der Samtgemeinde zu entrichtende Umlage beträgt für das Jahr 2015 rund 402 000 Euro. Hinzu kommt die Kreisumlage 2015, die etwa 624 000 Euro ausmacht. Insgesamt sind das mehr als eine Million Euro, die auf den Haushalt der kleinen Gemeinde drücken.

 Im Ergebnishaushalt stehen den ordentlichen Erträgen in Höhe von 991 300 Euro auf der Seite der ordentlichen Aufwendungen 1,342 Millionen Euro gegenüber. Trotz des nicht unerheblichen Defizits sieht die Etatplanung keinerlei Kreditaufnahmen vor. Die im Haushalt berücksichtigten Investitionen werden durchweg mit Eigenmitteln finanziert. Dabei kommt der Gemeinde Buchholz zupass, dass sie in frühen Jahren immer erhebliche Beträge auf die hohe Kante legen konnte. Zu Jahresbeginn lagen dort knapp 1,9 Millionen Euro. Dieses Polster wird durch den Ausgleich des Defizits bis zum Jahresende auf 1,55 Millionen Euro zusammenschmelzen.

 Investieren wird Buchholz in diesem Jahr einen Betrag von 70 000 Euro. Es handelt sich dabei um Ausgaben für die Verbesserung der Breitbandversorgung im Baugebiet „Auf der Portugall“ (40 000 Euro) sowie um 30 000 Euro für die in dieser Woche beginnenden Baumaßnahmen an der Bückebergstraße. Dafür werden jedoch Mittel in Höhe von 280 000 Euro benötigt. Der Differenzbetrag stammt in diesem Fall ebenso aus übertragbaren Haushaltsresten aus den Vorjahren wie bei den 200 000 Euro, die für Maßnahmen zur Regenrückhaltung eingeplant sind.

 WiB/CDU und SPD stimmten dem Haushalt einstimmig zu. Gleichwohl wies Robert Martin mit Blick auf das Defizit auch in diesem Jahr auf ein strukturelles Problem hin. Weil für die Berechnung der Umlagen nicht die sich aus den tatsächlichen – und abermals unveränderten – Hebesätzen ergebende Steuerkraft zugrunde gelegt werde, sondern die vom Land festgesetzten Nivellierungshebesätze, werde Buchholz „um 100 000 Euro höher taxiert“, als es der tatsächlichen Steuerkraft entspreche.

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