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Bedeutung der Landwirtschaft gefeiert

Abholen der Erntekrone Bedeutung der Landwirtschaft gefeiert

Das Abholen der Erntekrone beim Erntebauernpaar ist auch diesmal wieder der Höhepunkt des Heeßer Erntefestes gewesen.

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Unter den Augen vieler Zuschauer präsentieren Mitglieder des Kinderkreises der Dorfjugend Heeßen den „Marschiertanz“.

Quelle: wk

Heeßen. Mit knapp 30 Erntewagen fuhren die örtliche Dorfjugend und etliche mit ihr befreundete Dorfjugenden der Region bei dem Geschwisterpaar Raphael Jakob und Vanessa Jakob in der Auestraße vor, um dort das – auf althergebrachte Weise aus mit Ähren besetzten Getreidehalmen gebundene – Schmuckstück in Empfang zu nehmen.

Bevor die Erntekrone jedoch im Rahmen eines über Buchholz, Luhden, Ahnsen und Bad Eilsen führenden Festumzuges zu dem am Schützenhaus in Heeßen errichteten Festzelt gebracht wurde, legten die in Schaumburger Trachten gekleideten jungen Leute an der Auestraße ein paar Volkstänze aufs „Parkett“.

Dabei präsentierten die Dorfjugenden die traditionellen Tänze „Maike“ und „Windmühlenflügel“, wohingegen der Kinderkreis der Heeßer Dorfjugend den „Marschiertanz“ zeigte.

Während sich Raphael Jakob (von Beruf Software-Entwickler und Webdesigner) und seine Schwester Vanessa Jakob (Ergotherapeutin) an dieser Stelle auf die Begrüßung der Festteilnehmer beschränkten, ging der Ortsbürgermeister Harald Bokeloh in seiner Ansprache auf das Erntefest an sich und auf die Bedeutung der Landwirtschaft ein: „Wir haben den Sommer hinter uns gelassen, die Blätter färben sich bunt, und wir merken, der Herbst hält Einzug“, resümierte Bokeloh. Und wie in jedem Jahr feiere man wieder Erntefest und danke dabei für die eingefahrene Ernte. „Doch es hat sich etwas verändert: Dankte man früher Gott für die Sicherung des Lebens, müsste es heute wohl eher heißen „Dem Discounter sei Dank“. Denn aufgrund der Globalisierung bekomme man inzwischen rund ums Jahr günstig Lebensmittel auf den Tisch – oft jedoch „um den Preis geschädigter Ökosysteme und langer Transportwege“.

Klimaschutz beginnt vor der Haustür

Das Thema Wetter griff er ebenfalls auf: „Der Sommer war zu warm, zu trocken und zu nass. Pflanzen, die im Frühjahr fast auf den Feldern vertrockneten, drohten in der Folgezeit zu ertrinken.“ Klimaschutz fange vor der Haustür an – indem man die Vermarktung regionaler Produkte fördere, so Bokeloh. „Nichts Geringeres als eine lebenswerte Erde zu erhalten, sollte unser Ziel sein.“ Dabei sei „unsere Landwirtschaft“ ein unerlässlicher Kooperationspartner – zumal der Landwirt nicht nur Erzeuger und Naturschützer sei, sondern mitunter auch Erzeuger von regenerativen Energien.

„Wir leben im Überfluss“, gab der evangelische Pastor Hendrik Blank zu bedenken. Mehr noch: Man lebe heute in einem Land, in dem es nicht nur seit Jahrzehnten Frieden, sondern auch einen „nie gekannten Wohlstand“ gebe. Dafür sollte man „Gott dankbar sein“. wk

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