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Bis zu 70000 Euro Kosten – ohne Gewähr

Heeßen Bis zu 70000 Euro Kosten – ohne Gewähr

Wissen, was wo liegt. Wissen, was wie sehr kaputt ist. Auf die unliebsamen Erfahrungen, die sie im Vorfeld der Schulstraßensanierung oder gerade erst an der Straße Im Siek (wir berichteten) mit dem Kanalnetz gemacht hat, wird die Gemeinde reagieren.

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Erst im vergangenen Jahr sind die Kanalrohre an der Schulstraße in Heeßen ausgetauscht worden.

Quelle: Archiv

Heeßen. Während seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat beschlossen, die Lage aller Regenwasserkanäle in Heeßen zu erfassen, diese dann auf Schäden hin zu untersuchen und aus den gewonnenen Daten ein Regenwasserkanal-Kataster zu erstellen.

 „Das Ganze ist leider auch mit hohen Kosten verbunden“, erinnerte Gemeindedirektor Bernd Schönemann eingangs an einen Gesprächstermin mit der Firma Kirchner. Diese hatte Vertretern aus örtlicher Politik und Verwaltung im Vorfeld „Notwendigkeit und Vorgehensweise“ des Vorhabens erläutert. Bislang gebe es kein Kanal-Kataster. Die Kenntnis über den tatsächlichen Verlauf der im Untergrund einst verlegten Regenwasserkanäle jedoch sei lückenhaft. „Dies kommt immer wieder ins Gespräch, wenn Schwierigkeiten im Kanalnetz auftreten und dann eine einzelne Fernsehaugenuntersuchung allein aufgrund der nicht bekannten Lage der Kanäle durchgeführt werden muss“, hieß es in der Tischvorlage für den Rat.

 Das Vorhaben soll sich in drei Phasen gliedern. Würden alle drei Phasen in Auftrag gegeben, so sei mit Kosten in Höhe von insgesamt 60000 bis 70000 Euro zu rechnen. „Und das alles natürlich ,Ohne Gewähr‘, weil vorher niemand weiß, auf welches Schadensbild er trifft“, so Schönemann.

 Phase 1 soll Antworten liefern auf die Fragen: Wo ist ein Kanal? Wo sind die Kanalschächte? Die ermittelten Daten werden in eine digitalisierte Karte eingezeichnet. „Das sollten wir für ganz Heeßen in Auftrag geben“, erinnerte der Gemeindedirektor an den oben erwähnten Gesprächstermin. Er bezifferte die veranschlagten Kosten allein für diese Phase auf etwa 15500 Euro.

 Phase 2 besteht aus dem Befahren der Kanäle mit einer Videokamera. Dabei kann beispielsweise festgestellt werden, wo Wurzelbewuchs in die Kanalrohre eingedrungen ist und herausgeschnitten werden muss, damit das Wasser abfließen kann. Unsauber eingebaute Hausanschlüsse, die in den Kanal hineinragen und den Durchfluss hemmen, werden ebenfalls sichtbar. Im Kanal liegende Bruchstücke geben Hinweise auf schadhafte oder zerstörte Rohre. „Und wo der Kanal ganz zusammengekracht ist, das sieht man auch“, weiß Schönemann spätestens seit der Kamerabefahrung an der Schulstraße. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden anschließend in das dann ja schon bestehende digitale Kataster eingepflegt. Für diese Arbeiten würde die Firma Kirchner die Leistung ausschreiben und Angebote anderer Firmen einholen, erläuterte der Gemeindedirektor. Weil die Schulstraße und die Straße Im Wiesengrund erst kürzlich mit der Kamera untersucht worden sind, würden dafür keine Kosten mehr anfallen.

 Phase 3 schließlich ist ein auf der Grundlage der in den Phasen 1 und 2 gewonnenen Erkenntnisse entwickeltes Sanierungskonzept. Darin soll die Dringlichkeit einzelner Maßnahmen als Prioritätenliste festgelegt werden, nach der die festgestellten Schadstellen dann abgearbeitet werden.

 Für die Phasen 2 und 3 fallen geschätzte Kosten von ungefähr 7500 Euro an, sofern die Maßnahmen zunächst auf den Westteil Heeßens beschränkt bleiben – womit die Straßenzüge gemeint sind, die sich westlich der Bückeburger Straße (Landesstraße 451) befinden.

 Der Gemeinderat sprach sich am Ende dafür aus, Phase 1 für das gesamte Dorf, die Phasen 2 und 3 allerdings vorerst nur für Heeßens Westen in Auftrag zu geben. Im Osten Heeßens sollen die Phasen 2 und 3 stattdessen in den Jahren 2016/17 angegangen werden, wofür pro Jahr 20000 Euro in die Finanzplanung eingestellt werden.thm

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