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Brennpunkt Einbrüche

Kriminelle Banden Brennpunkt Einbrüche

Entlang der Autobahn 2 geht die Angst um: Erst am Sonnabend hat es drei Wohnungseinbrüche in Luhden gegeben, im Dezember waren die Kriminellen vor allem in Heeßen aktiv. Die Polizei erklärt, den Schwerpunkt ihrer Kontrollen entsprechend verlagert zu haben und regelmäßig Streife zu fahren.

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Die Polizei empfiehlt, hohe Hecken, Mülltonnen, an denen man hochsteigen könnte, oder dunkle Kellerabgänge an den Hauseingängen zu vermeiden.

Quelle: Archiv

Heeßen. „Und was macht die Polizei?“

Diese Frage war auf einer Veranstaltung, zu der die Räte der betroffenen Orte eingeladen hatten, häufig zu hören. Vorwürfe, die dem Referenten, dem Leiter des Polizeikommissariates Bückeburg, Werner Steding, sichtlich nahegingen. „Wir haben im Dezember nicht die Füße hochgelegt und Kaffee getrunken“, machte Steding deutlich. „Umso mehr tut es einem weh, wenn dann so was passiert.“

Bürgermeister selbst Einbruchsopfer

Sämtliche Stühle im „Heeßer Krug“ waren besetzt, und auch Stehplätze gab es nicht mehr. Entsprechend erfreut zeigte sich Luhdens Bürgermeister Rüdiger Schmidt. Ziel sei es gewesen, Bürger und Polizei an einen Tisch zu bringen, sagte er. Von der Polizei wünscht sich Schmidt, selber Opfer eines Einbruchs, dass diese künftig etwas andere Schwerpunkte in ihrer Arbeit setzt. Am wichtigsten sei ohnehin, dass Bürger und Polizei gut zusammenarbeiten „und alle verdächtigen Bewegungen auch sofort gemeldet werden“.

Andere sind an diesem Abend deutlich weniger diplomatisch. Immer wieder gibt es Gelächter, vor allem dann, wenn Steding über Erfolge der Polizei spricht. Die Stimmung ist, zumindest bis zur Pause, aufgeladen.

Im Gespräch sind es dann vor allem zwei Vorwürfe, die immer wieder laut werden: zum einen, dass die heimische Polizei überlastet ist und sich in manchen Ortsteilen nur selten blicken lässt, zum anderen, dass sich die Beamten zu sehr auf „Verkehrserziehung an Schulen“ und zu wenig auf Einbrüche konzentrieren. Vor allem abends müsse die Polizei mehr Präsenz zeigen.

Regelmäßige verdeckte Streife

Die Polizei zu wenig präsent? Das sieht der Leiter des Polizeikommissariates Bückeburg ein bisschen anders. Er habe viele „engagierte und hoch qualifizierte Kollegen“, die zahlreiche Einsätze auf diesem Gebiet absolviert hätten, sagt Steding. Vor allem im Bereich der Einbruchskriminalität seien die Beamten „sehr motiviert“ die Täter zu fassen. Was getan wird, um des Problems Herr zu werden? Es gab eine „Schwerpunktkontrolle Wohnungseinbruchsbekämpfung“, darüber hinaus fahren die Beamten regelmäßig, auch verdeckt, Streife.

„Dass wir auch Fehler machen, will ich gar nicht verhehlen“, gab Steding unumwunden zu. Die Einbruchs-Serie sei für die, die es getroffen habe, „eine schreckliche Sache, aber wir haben auch noch andere Sachen abzudecken“, warb er um Verständnis.

Banden grasen Gebiete ab

Die aktuelle Verbrechensserie schreibt die Polizei Banden zu, die laut Pressesprecher Matthias Auer „für zahlreiche Einbrüche in Frage kommen“. Steding spricht in diesem Zusammenhang von „Banden, die bestimmte Gebiete abgrasen und dann weiter ziehen.“

Was man selber tun kann, um sich vor Einbrechern zu schützen? Steding zählt auf: „Keine hohen Hecken, keine Mülltonnen, an denen man hochsteigen könnte, keine dunklen Kellerabgänge.“ Am besten sei es, für ausreichend Licht zu sorgen, denn: „In aller Regel wird in unbeleuchtete Objekte eingedrungen.“ mig

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