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Buche den Garaus gemacht

Heeßen Buche den Garaus gemacht

Die schon seit Jahrzehnten an der Heeßer Hauptstraße auf einem gemeindeeigenen Grünstreifen gegenüber der alten Schuhfabrik stehende, einst prächtige Buche bietet in diesem Jahr nur noch einen sehr traurigen Anblick. Eigentlich müsste deren ausladende Krone jetzt im Sommer üppig belaubt und grün sein, aber das Gegenteil ist der Fall.

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Um den Stammansatz herum sind zahlreiche Löcher in den Baum gebohrt worden.

Quelle: wk

HEESSEN. Lediglich vom Herbst übrig gebliebene Fruchtstände sind an deren Zweigen noch zu entdecken, Blätter indes nicht. Tritt man näher an diesen Baum heran und schaut man sich den unteren Bereich des Stammes an, wird schnell klar, was der bislang ortsbildprägenden Buche den Garaus gemacht hat.

Rings um den Stammansatz herum sind zahlreiche rund einen Zentimeter breite, tiefe Bohrlöcher vorhanden, die von Menschenhand in das Holz hineingebohrt worden sind. Anzunehmen ist, dass in diese Löcher ein Pflanzenvernichtungsmittel eingefüllt wurde, um den mächtigen Baum abzutöten. Ohne eine Laboruntersuchung lässt sich die Verwendung solch einer Chemikalie zwar nicht beweisen, es wäre aber nicht das erste Mal, dass vermeintlich störenden Bäumen auf diese Weise zu Leibe gerückt wird. Für diese These spricht jedenfalls, dass der grüne Algenbewuchs des Stammes unmittelbar um die Bohrlöcher herum und großflächig unterhalb der Bohrlöcher fehlt. Also dort, wo eine nicht in die Bohrlöcher gelangte flüssige Chemikalie an der Borke herunterlaufen würde.

Polizei ermittelt

Wer den zum Eigentum der Gemeinde Heeßen gehörenden Baum vorsätzlich seines Lebens beraubt hat, ist derzeit Gegenstand von polizeilichen Ermittlungen. Denn die Gemeinde hat Anzeige gegen unbekannt erstattet, nachdem ihr der Baumfrevel von einem Anwohner gemeldet wurde. In diesem Zusammenhang hofft Kerstin Döring, die Stellvertretende Gemeindedirektorin, dass es Zeugen der baumschädigenden Aktion oder andere Personen gibt, die Hinweise zu dem oder den Tätern geben können. Wer also eine entsprechende Beobachtung gemacht oder Informationen hat, möchte sich bitte unter der zentralen Telefonnummer (05722) 8860 (Samtgemeinde Eilsen) bei ihr melden.

Den Baumfrevel bezeichnet Döring als „eine bodenlose Unverschämtheit“. Allein schon deshalb, weil die betroffene Buche auf einem der Gemeinde Heeßen gehörenden Grünstreifen steht, aber auch weil es um den großen, alten Laubbaum selbst schade ist.

Baumsachverständiger soll Klärung bringen

Zur Motivation des oder der Täter kann Döring freilich nur Vermutungen anstellen. Allerdings haben sich in den vergangenen Jahren schon mehrfach Anwohner dieses Bereiches der Hauptstraße darüber beschwert, dass durch diesen und andere dort auf der öffentlichen Grünfläche stehende Bäume im Herbst sehr viel wegzukehrendes Laub anfällt, berichtet sie.

Bevor die augenscheinlich abgestorbene Buche von einem Fachbetrieb mit der Motorsäge gefällt wird, soll der Baum zunächst von einem Baumsachverständigen untersucht werden. Vielleicht, so die leise Hoffnung der Gemeinde, gibt es ja doch noch eine kleine Chance, dass die Buche wieder austreibt.

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