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Buche nicht zu retten

Grundwasser kontaminiert? Buche nicht zu retten

Die gegenüber der alten Schuhfabrik an der Heeßer Hauptstraße stehende Buche, der von bislang unbekannter Hand mit einer Bohrmaschine und vermutlich einem Pflanzenvernichtungsmittel zu Leibe gerückt worden ist, ist nicht mehr zu retten.

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Im Stammbereich der alten Buche ist zu erkennen, dass das mutmaßliche Pflanzenvernichtungsmittel den Stamm hinunter ins Erdreich geflossen ist.

Quelle: wk

HEESSEN. Das ist das Ergebnis einer inzwischen erfolgten Begutachtung des Baums durch eine Sachverständige. Damit bestätigt die Expertin, was angesichts des trostlosen Zustandes der jetzt im Sommer vollständig unbelaubten Buche bereits offensichtlich war: Der Baum ist tot.

„Das ist eine Sauerei. Da hat jemand ganze Arbeit geleistet“, sagt Svenja Edler, Mitarbeiterin der Samtgemeinde Eilsen, und ergänzt, man sei regelrecht erschrocken darüber, wie zielgerichtet der oder die Täter der alten Buche das Leben genommen haben. So sei von der Baumsachverständigen festgestellt worden, dass in den unteren Bereich des Stamms mit einem zwölf Millimeter starken Bohrer ringsherum zahlreiche circa 40 Zentimeter tiefe Löcher hineingebohrt worden sind. Dahinein sei dann eine noch unbestimmte Flüssigkeit eingefüllt worden, die mit zum Absterben des Baumes beigetragen habe.

Der mutmaßliche Einsatz eines Pflanzenvernichtungsmittels ist nicht nur wegen der Buche ein Problem: „Da geht es nicht nur um den Baum und dessen Entsorgung“, betont Edler. Vielmehr sei dieses Mittel auch ins Erdreich und möglicherweise sogar ins Grundwasser gelangt – und dies in unmittelbarer Nähe zu einem ausgewiesenen Heilquellenschutzgebiet. „Ich glaube nicht, dass da jemand drüber nachgedacht hat“, resümiert die Verwaltungsmitarbeiterin.

Dass Edler zwischenzeitlich mit dem Vorgang befasst war, erklärt sich übrigens so: In ihrer Eigenschaft als Gemeindedirektorin der Gemeinde Bad Eilen hatte sie ohnehin einen Termin mit der Baumsachverständigen im Kurpark gehabt, und einmal vor Ort nahm die beauftragte Sachverständige dann auch gleich die besagte Buche im benachbarten Heeßen in Augenschein.

Abgeschlossen ist das Baumfrevel-Thema damit freilich noch nicht. Als Nächstes wird sich der Rat der Gemeinde Heeßen, in deren Eigentum der vorsätzlich abgetötete Laubbaum steht, mit dem Fall befassen. Termin und Ort: die Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 17. August, ab 19 Uhr in der Gaststätte „Heeßer Krug“. Zu entscheiden ist auch, wann der abgestorbene Baum gefällt wird. Zudem ermittelt die Polizei in dieser Angelegenheit.

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