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Die Genossen kämpfen für rote Dörfer in Eilsen

Heeßen / SPD Die Genossen kämpfen für rote Dörfer in Eilsen

Der SPD-Ortsverein Eilsen hat die Kandidaten gekürt, die für die Partei bei der Kommunalwahl am 11. September Ratsmandate erringen und die Zukunft der Samtgemeinde und ihrer fünf Mitgliedsgemeinden gestalten sollen. Es gilt, 55 Listenplätze zu besetzen.

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„Danke“: Kai Alack (links) ehrt langjährige SPD-Mitglieder mit Urkunde, Nadel und Rotwein (von links): Uwe Zander (10), Barbara Hanke (25), Angelika Klare (25), Christel Bergmann (25) und Volker Wiehe (40). © tw

Heeßen (tw). Der Einladung zur Generalversammlung im „Heeßer Krug“ folgen am Mittwochabend von 102 Genossinnen und Genossen 31; Eilsens SPD-Politstar Heinz Grabbe sucht man allerdings vergeblich unter ihnen. Flankiert werden die Mitglieder von elf Gästen, darunter als Prominentester Karsten Becker, Chef des SPD-Unterbezirks Schaumburg. Der Wahlmarathon mit seinen sieben Urnengängen ist für die Eilser Sozialdemokraten eine Premiere; in der Vergangenheit wurden die Personalentscheidungen von den Genossen in den jeweiligen Gemeinden einzeln herbeigeführt.

„Wir haben eine gute Mischung aus alten und jungen, erfahrenen und unerfahrenen Kandidaten hinbekommen“, zeigt sich Kai Alack bei der Präsentation der Listen überzeugt. Der Ortsvereinschef spricht unterm Strich von einer „deutlichen Verjüngung“.

Wen sie in die fünf Ortsparlamente schicken wollen – darüber entscheiden die SPD-Parteimitglieder nach Orten getrennt. Nur über die Kandidatenliste für die Samtgemeinde und die Kandidatenvorschläge für den Kreistag stimmen sie – als Eilser – gemeinsam ab. Das Ganze ist offensichtlich gut organisiert, denn die Männer und Frauen werden fast alle en bloc gewählt. Das heißt: Niemand wird von den Listen katapultiert, Gegenstimmen gibt es nur ganz vereinzelt. Sogar komplett ohne bleibt Frank Struckmeier. Der Luhdener wird Mittwochabend zum Vizechefs des Ortsvereins und damit zu Alacks Stellvertreter gewählt; das Votum ist nötig geworden, weil Struckmeiers Vorgänger Robert Martin (Buchholz), erst im März 2010 auf den Schild gehoben, das Amt „aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte“, wie Alack erinnert.

Geht es nach dem Willen der Eilser Sozialdemokraten, soll ihr Ortsvereinschef nach dem 11. September gemeinsam mit Martin in den Kreistag einziehen. Die endgültige Entscheidung fällt auf einer SPD-Wahlkreiskonferenz am 28. Mai in Bad Nenndorf.

Was die Genossinnen und Genossen in der Samtgemeinde und den Gemeinden künftig bewegen wollen – das steht bereits fest. Alack: „Wir haben die Wahlprogramme unter maßgeblicher Mitwirkung von Robert Martin festgezurrt.“ Sie sollen in Kürze vorgestellt werden.

Wenn auch das, wofür oder wogegen die SPD Partei ergreift, noch Verschlusssache ist, setzt es gleichwohl schon jetzt und erstmals Kritik am politischen Gegner. So macht Alack mit Blick auf die jüngste Stellungnahme der CDU zum Thema Lkw-Verkehr im Ortskern von Bad Eilsen (wir berichteten) bei den Christdemokraten das eine oder andere „Luftschloss“ aus. Der Ortsvereinschef kopfschüttelnd: „Wenn ein CDU-Ratsherr davon spricht, dass es auf der Bückeburger Straße im Zuge des Neubaus des Klinikums Schaumburg kaum mehr Verkehr geben wird, dann kennt er das Verkehrsgutachten nicht; da ist von 17 Prozent Plus die Rede.“

Auch bringe es wenig, wenn sich „Freizeitpolitiker“, mit denen Alack offenbar Dr. Wilhelm Dreves meint, mit der Planung von Kreiseln beschäftigten: „Wir als SPD haben das einem Profi überlassen. Dieser Planer hat seine Arbeit bereits abgeschlossen – wie werden sie in Kürze der Öffentlichkeit präsentieren.“ Und was die Ideen der CDU betreffe, dem Kurort durch ein Zusatzangebot an attraktiven Bauplätzen mehr Neubürger und damit mehr Steuereinnahmen zuzuführen – „da frage ich mich, warum die CDU, in Bad Eilsen 34 Jahre an der Macht, erst jetzt damit kommt.“

Wie auch immer. Der erst 2010 durch Zusammenschluss der alten SPD-Ortsvereine aus der Taufe gehobene „OV Eilsen“ sei ein Erfolgsmodell, sagt Alack. „Viele haben nicht geglaubt, dass die Fusion klappt, viele auch nicht, dass wir in der neuen Struktur so was wie die Kandidatenfindung hinkriegen.“ Der neue Gesamtvorstand mit seinen 15 Köpfen treffe sich seit der Fusion wenigstens einmal im Monat; der Papierwust sei zwar groß und damit gewöhnungsbedürftig, doch auch das klappe inzwischen.

Die Kandidaten in der Rang- respektive Reihenfolge der Listenplätze.
• Samtgemeinde
1. Kai Alack, 2. Christel Bergmann, 3. Frank Struckmeier, 4. Silvia Hussong, 5. Robert Martin, 6. Jürgen Schmökel, 7. Harald Bokeloh, 8. Ulrike Brinkmann, 9. Klaus Hartmann, 10. Thomas Hahne, 11. Frank Rinne, 12. Rüdiger Piel, 13. Rainer Hanke, 14. Bernd Gliese, 15. Hans-Jürgen Winkelhake.

• Ahnsen
1. Klaus Hartmann, 2. Wolfgang Faulhaber, 3. Hans-Jürgen Kauffeld, 4. Manfred Winkelhake, 5. Volker Wiehe, 6. Rüdiger Piel, 7. Fritz Bülte, 8. Wolfgang Everding.
l Bad Eilsen
1. Christel Bergmann, 2. Manfred Kühn, 3. Bettina Winkelhake, 4. Rolf Everding, 5. Rainer Hanke, 6. Uwe Zander, 7. Carsten Everding, 8. Konstantinos Themeliotis, 9. Harald Meier, 10. Hans-Jürgen Winkelhake.

• Buchholz
1. Klaus Kappmeier, 2. Robert Martin, 3. Frank Rinne, 4. Michael Krüger, 5. Ulrich Völkel, 6. Bernd Klöckner.

• Heeßen
1. Harald Bokeloh, 2. Gabriele Walz, 3. Klaus Ewest, 4. Jürgen Selig, 5. Karsten Erdmann, 6. Michael Schmidt, 7. Gerhard Möhlmann.

• Luhden
1. Frank Struckmeier, 2. Anke Völkening, 3. Bernd Gliese, 4. Thomas Hahne, 5. Mirko Metzner, 6. Kim Alack, 7. Heinrich Hoppe.

• Vorschlag Kreistag
1. Kai Alack, 2. Robert Martin.

• Ehrungen
Uwe Zander (10), Barbara Hanke (25), Angelika Klare (25), Manfred Bamberg (25), Christel Bergmann (25), Hans-Dieter Wolf (40), Volker Wiehe (40), Dr. Dirk Hoffmann (40), Else Hartmann (50), Heinrich Hartmann (60).

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