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Eine Linde als Krönung für den neuen Pausenhof

Heeßen / Grundschule Eine Linde als Krönung für den neuen Pausenhof

Riesenfreude an der Grundschule Heeßen: Jetzt erfüllt sich ein Wunsch der Kinder, den die Kleinen erstmals bei der Einweihung des naturnahen Pausenhofes im Juni 2010 geäußert haben: „Wir wollen einen Baum“, hieß es damals. Nun kommt er in Form einer Linde – und bringt das Kollegium um Rektor Joachim Preuß seinem Ziel, Umweltschule zu werden, einen Schritt näher.

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Die Klasse 3 A hat eine Linde aus Pappmachee gebastelt und mit den Namen der Baum-Sponsoren bestückt: 5350 Euro sind bislang zusammen gekommen. © tw

Heeßen (tw). „Für das Projekt haben wir 5350 Euro zusammen“, berichtet Lehrerin Prisca Rüßau und zeigt auf einen Baum aus Pappmachee, den ihre Klasse 3 A gebastelt hat und der auf kleinen Schildern die Namen der Spender und Sponsoren trägt. Denn der Erfolg hat viele Väter (und Mütter).
Geld gegeben haben:

• Fielmann Stiftung: 2500 Euro;
• Rehazentrum Bad Eilsen: 1000 Euro;
• Klassen durch Verkäufe auf dem Schulfest: 700 Euro;
• Volksbank in Schaumburg: 500 Euro;
• Förderverein der Grundschule: 400 Euro;
• Sparkasse Schaumburg: 150 Euro;
• Planer Helmut Göbel: 100 Euro.

„Ganz besonders stolz“, sagt Rüßau, „bin ich darauf, dass die Kinder mit 700 Euro, dem Erlös des jüngsten Schulfestes, selbst einen erheblichen Teil des Geldes zu dem Baum beitragen.“ Dank der zahlreichen Spender und Spenden kostet der Baum die Schule nichts. Freizeittherapeutin Kerstin Henke, Leiterin des Kreativbereichs im Rehazentrum, hatte der Schule zunächst eine Linde aus dem eigenen Garten spenden wollen – doch die erwies sich für das Umpflanzen als zu groß.

Während der jüngsten Zusammenkunft des Schulausschusses hatte Preuß die Kosten allein für den Baum auf etwa 2500 Euro taxiert und erklärt: „Mit einem Stammumfang von 50 bis 60 Zentimetern wird es ein richtiger Baum und kein bloßes Bäumchen werden.“ Rüßau zufolge stammt die Linde aus einer Baumschule mit Sitz in Bad Zwischenahn und muss angesichts ihrer Größe und ihres Gewichts auf einem 40-Tonner angeliefert werden. Besagte Baumschule sei eine der wenigen, die Stämme in diesem Durchmesser anbietet.

Gepflanzt wird die Linde im rückwärtigen Bereich des Gebäudes mit Blick sowohl auf den neuen Pausenhof als auch auf den Sportplatz. Dafür muss zwar eigens der Asphalt aufgebrochen werden, aber eben das ist ausdrücklich gewünscht. Denn es geht ja auch darum, eine versiegelte Fläche zu entsiegeln. Eingefasst wird die Linde mit einer Gussplatte; sie ist zwar teuer, dafür aber haltbar und bietet obendrein einen guten Schutz gegen Unfälle.

„Das Kollegium und die Kinder sind zuversichtlich, dass das Geld nicht nur für die Linde langt“, sagt die Lehrerin. Tatsächlich stehen die Chancen gut, dass von der gespendeten Summe auch noch eine Holzbank gekauft werden kann, die kreisförmig um den Stamm platziert werden soll; ähnlich kennt man das von alten Bauernhöfen. Sollte dann immer noch Geld übrig sein, möchte Rüßau am Pausenhof Infotafeln anbringen, die heimische Tiere und Pflanzen beschreiben sowie gemeinsam mit dem BUND ein „Bienenhotel“ aufstellen.

Das Pflanzen der Linde und das Anlegen des naturnahen Pausenhofes sind indes nur zwei von vielen Projekten, dank derer sich „Heeßen“ Hoffnung auf das Prädikat „Umweltschule“ macht. In die Bewerbungsunterlagen, die bis 3. Mai eingereicht werden müssen, gehen auch Aktionen wie Wertstofftrennung und -recycling (Stichwort: „Handys für die Havel“ und „Korken für die Kraniche“ mit ein. Auch das „Blaumeisen-Fernsehen“ auf dem Schulflur wollen Schulleitung und Kollegium in die Waagschale werfen.

Unabhängig von ihrer Ausgangssituation und ihrer Schulform kann jede Lehranstalt die begehrte Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ erhalten, wenn sie innerhalb der zweijährigen Projektzeit ein selbst entwickeltes Konzept zur Verbesserung ihrer Umweltverträglichkeit erfolgreich umsetzen kann. Insgesamt 358 Schulen aller Schulformen sind aktuell zu dem zweijährigen Projektzeitraum angemeldet.

Die Entscheidung, ob Heeßen den Titel erhält, wird im Sommer erwartet.

• Einweihung: Das Setzen des neuen Baumes soll nach den Osterferien im Beisein von Repräsentanten der Sponsoren, allen voran die Fielmann-Stiftung, und gemeinsam mit den Heeßer Grundschülern gefeiert werden.

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