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Endausbau steht bevor

Straße im Siek Endausbau steht bevor

 Die Anlieger der Straße Im Siek in Heeßen, die seit nun sieben Monaten von Staub und Lärm geplagt sind und den Verlauf der Arbeiten nur im unteren Bereich beobachtet haben, hatten gewettet, dass die Firma Schweerbau es auf keinen Fall schafft, die Baustelle nach Zeitplan zu beenden.

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Im oberen Bereich der Straße „Im Siek“ fehlt noch die sogenannte Asphalttragschicht.

Quelle: möh

Heeßen (möh). Dabei ist dann noch eine zusätzliche und „fremde“ Baukolonne damit beauftragt worden, die Gehwege und den Mehrzweckstreifen im oberen Bereich der Straße Im Siek zu pflastern. Jetzt ist es aber so gut wie amtlich, dass die Bitumendecke auf voller Länge der Straße am Donnerstag, 22. Oktober, aufgezogen wird, etwa vier Wochen später als ursprünglich geplant.

 Anschließend benötigt die Firma noch zwei bis drei Tage, um die komplette Baustelle zu räumen. Die Anlieger hatten sogar schon mit den Vorbereitungen eines Straßenfestes begonnen, das am 3. Oktober gefeiert werden sollte. Schließlich hatten die Offiziellen immer wieder behauptet: „Es ist alles im grünen Bereich. Wir werden ganz pünktlich die dann sicherlich recht schmucke Straße übergeben können.“

 Die Anlieger im unteren Bereich der Straße haben mittlerweile vom Baustellenbetrieb die Nase voll: Sie leiden seit sieben Monaten fast täglich unter Lärm und Staub. Denn die Baufirma nutzte diesen Bereich der Straße und auch den dortigen Wendehammer in all dieser Zeit als Lagerfläche auch für Material, das nur im oberen Siek verbaut werden sollte. Einer der Anlieger etwas spöttisch: „Die Mitarbeiter der Firma scheinen sehr gern mit dem Radlader zu fahren.“ Aber zum Ende der Ausbauphase kommt es für die Anlieger noch einmal „knüppeldick“.

 Vorgesehen ist es, vom 19. bis zum 22. Oktober im restlichen Stück des oberen „Siek“ (bis zum Fasanenweg) die bisher noch fehlende Asphalttragschicht einzubauen, die komplette Straße mit einem Haftkleber zu präparieren und schließlich als letzten Schritt Bitumen aufzuziehen. Dieses bedeutet, dass alle Anlieger, die ihre Autos nutzen wollen, über einige Tage „auswärts“ parken und schwere Einkäufe über längere Strecken „schleppen“ müssen, da auch die Parkplätze an der angrenzenden Bückebergstraße recht rar sind. Am 23. Oktober soll der „Siek“, wenn die Bitumenschicht richtig ausgehärtet ist, wieder befahrbar sein. Ist es allerdings sehr kalt, oder regnet es in Strömen, könnte es auch sein, dass die Straße am 24. Oktober noch nicht wieder befahrbar ist.

 Offiziell heißt es nun, dass die Arbeiten sich verzögert hätten, da die Firma auf Treibsand und eine zu dünne Tragschicht über dem Asphalt beziehungsweise reinen Beton unter der Bitumendecke gestoßen sei. Allerdings hatte der verantwortliche Bauingenieur Gunnar Spieß (Planungsbüro Kirchner) schon im Sommer während einer Ratssitzung der Gemeinde erklärt, er habe die verantwortliche Baufirma schon einmal angemahnt, nicht nur mit vier, wie des Öfteren notiert, sondern wenigstens mit acht Mitarbeitern auf der Baustelle präsent zu sein, um den Zeitplan halten zu können.

 Aber auch die Baukosten explodierten. Die Firma hatte im Rahmen der Ausschreibung den Auftrag erhalten, da sie „nur“ 530000 Euro veranschlagt hatte, obwohl das Planungsbüro etwas mehr als 600000 Euro für die Maßnahmen ausgerechnet hatte. Nun kosten die Erneuerung des Schmutzwasserkanals und der Fahrbahn mit Gehweg und Mehrzweckstreifen aber etwa 700000 Euro. Ein Drittel davon bezahlt der Abwasserverband Auetal, aber zwei Drittel muss die Gemeinde „auf den Tisch legen“. Diese nicht eingeplanten Zusatzkosten treffen die Kommune finanziell „recht hart“, sodass der Geldbeutel ziemlich leer ist. Schließlich hat auch der Ausbau der Schulstraße trotz öffentlicher Zuschüsse des Landes einiges an Geld gekostet.

 Die Anlieger zumindest drücken der Firma die Daumen, dass sie es schafft, das Anfang November von der Baustelle nichts mehr zu sehen und zu hören ist. möh

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