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Faustrecht an der Ampel

Autofahrer attackiert Brummi-Pilot Faustrecht an der Ampel

Kleiner Fiat gegen großen Lastzug – wen ein solches Zusammentreffen in Gefahr bringen dürfte, das liegt auf der Hand. Wenn dabei aber nichts geschieht und es zu einem weiteren Zusammentreffen der Kontrahenten kommt, dann werden die Karten neu gemischt. So geschehen am vorletzten Tag des vergangenen Jahres an der Auffahrt zur A 2, wie die Polizei gestern mitgeteilt hat.

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Quelle: dpa

Heeßen (thm). Der Fahrer des Lastzuges wollte in Richtung Autobahn abbiegen, musste jedoch vor der rot leuchtenden Ampel warten, als plötzlich eine männliche Person am Seitenfenster auftauchte. Im Glauben, der Mann benötige Hilfe, öffnete der arglose Fahrer das Fenster und wurde sofort mehrmals mit der Faust in das Gesicht geschlagen, danach wurde ihm die Kleidung zerrissen. Zudem wurde der Blinkerhebel des Lastwagens beschädigt.

Nach Mitteilung der Polizei haben Zeugen beobachtet, wie der Fiat-Fahrer seinen Wagen auf der dort vorhandenen Verkehrsinsel geparkt hat, bevor er die zweispurige Fahrbahn überquerte und dann den Lastzug „enterte“.

Wie auch immer: Nach der Attacke verschwand der Fiat auf die Autobahn und fuhr in Richtung Hannover fort. Im Rahmen einer Fahndungsmaßnahme konnte der Fiat auf der Autobahn in Hannover-Herrenhausen gestoppt werden.
Wie die weiteren Ermittlungen dann zutage förderten, hatte der mehr als handfeste Angriff an der Ampel offenbar eine Vorgeschichte. Und diese geht so: Der Fiat war gerade vom Tankstellengelände auf die B 83 in Richtung Autobahnauffahrt abgebogen. Besagter Lastzug näherte sich aus Richtung Bückeburg und überholte das vorausfahrende Auto, das, so die Polizei, nach Auskunft des Lastwagenfahrers „sehr langsam“ unterwegs war.

„Am Anhänger des Lkw konnte Fremdlack vom Pkw Fiat festgestellt werden“, heißt es in der Polizeimeldung. Ob der Lack während des Überholmanövers oder nach der handfesten Attacke beim Wegfahren des Fiats an den Anhänger geriet, das ist bislang ungeklärt.

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