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Fehlerhaftes Gutachten

Ausbau der Straße Im Siek Fehlerhaftes Gutachten

Ein Gutachten, das – aus welchem Grund auch immer – zu einer falschen Aussage geführt hat, kommt die Gemeinde Heeßen teuer zu stehen.

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Derzeit koffert die Baufirma die Gehwege und Parkstreifen im unteren Bereich der Straße Im Siek aus. Auf die Fahrbahn soll bis Ende des Monats eine erste Asphaltdecke aufgezogen werden.

Quelle: möh

Heeßen. Im Fokus steht die Straße Im Siek, für deren Ausbau etwa 160.000 Euro mehr zu zahlen sind, als ursprünglich geplant. Die extra angefertigte Bauexpertise berichtet von einer Tragschicht unter dem alten Asphalt von 50 Zentimetern. Entsprechend fiel der Kostenvoranschlag der mit dem Bau beauftragten Firma aus. Aber weit gefehlt. In vielen Bereichen der alten Straße waren nur 25 Zentimeter und weniger Unterbau/Aufbau zu finden. Konsequenz: Jetzt wird wesentlich mehr Material benötigt, um die Vorschriften zu erfüllen, und es fällt auch mehr Arbeit an. Zusätzlich fand die ausführende Baufirma auch unter den Gehwegen und Parkstreifen nur eine kleine Sandschicht vor, die den heutigen Anforderungen auf keinen Fall mehr genügt.

 Diplom-Ingenieur Gunnar Spieß, Mitarbeiter des Ingenieursbüros Kirchner in Stadthagen, der die Baustelle Im „Siek betreut, erläuterte dem Rat der Gemeinde den Stand der Arbeiten und führte aus, warum die Kosten explodiert seien. Auch er verstehe nicht, warum die Straße in den achtziger Jahren keinen vernünftigen Unterbau bekommen habe. Überhaupt nicht fachgerecht sei zudem auch Beton verbaut gewesen, den man ebenfalls in einigen Bereichen unter dem Siek gefunden habe. Spieß: „Auch in der Zeit, als die Straße erstmals ausgebaut wurde, hat es bereits bestimmte Vorschriften gegeben. Schon damals gab es große Müllwagen und Erntefahrzeuge, die einen vernünftigen Untergrund unter den Straßen erforderten.“

 Für die Gemeinde bedeuten die zusätzlichen Arbeiten und mehr Material immerhin, dass nicht die zunächst geplanten 200.000, sondern 365.000 Euro hingeblättert werden müssen. Eine Summe, die der Rat nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln kann. Aber um wieder etwas Geld einsparen zu können, wird das Material, das demnächst noch vom Siek im oberen Bereich abgefräst wird, nicht entsorgt, sondern bleibt vor Ort, damit es im neuen Unterbau verarbeitet werden kann.

 Für die lärm- und staubgeschädigten Anwohner, immerhin begannen die Arbeiten an der Straße Im Siek bereits im März, hatte Spieß eine gute Nachricht bereit. Im unteren Ende der Straße einschließlich des Wendehammers soll spätestens bis zum 30. Juli eine erste Lage Asphalt aufgezogen werden, sodass sich die Bauaktivitäten in den oberen Bereich verlagern. Insgesamt sollen die Arbeiten Im Siek bis zum 26. September abgeschlossen sein. Als Letztes bekommt der Siek die Asphaltdeckschicht, die in einem Zuge über die komplette Straße aufgezogen wird. Die Anlieger müssen dann noch einmal drei Tage ihre Autos „auswärts“ parken, damit der neue Asphalt aushärten kann.

 Schließlich räumt die Firma noch einige Tage die Baustelle auf, sodass Ende September die Arbeiten endgültig beendet sein werden. Spieß: „Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind und dass die Straße einen hervorragenden Eindruck hinterlassen wird.“ möh

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