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Gros des Geldes fließt in den Untergrund

Hebesätze nicht erhöht Gros des Geldes fließt in den Untergrund

Auch wenn die Gemeinde Heeßen finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet ist, legt sie für das Jahr 2015 einen ausgeglichenen Haushalt vor.

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Heeßens Pro-Kopf-Verschuldung beträgt jetzt 442 Euro.

Quelle: Archiv

Heeßen. Auch die Hebesätze werden nicht erhöht. Sie bleiben bei 320 Punkten für die Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) sowie bei 330 Punkten für die Grundsteuer B (Grundstücke) und für die Gewerbesteuer.

Da die Gemeinde in den vergangenen Jahren sehr viel Geld in den Kanal- und Straßenbau investiert hat, werden sich die Schulden der Kommune am Ende des Haushaltsjahres auf 615372 Euro belaufen. Finanztechnisch bedeutet das: Anders als noch vor ein paar Jahren hat der Heeßer Bürger (Stand 30. Juni 2013) kein „Guthaben“ mehr, sondern wird am Jahresende mit 442,08 Euro in der Kreide stehen.

Kommentar von Gemeindedirektor Bernd Schönemann: „Andere Gemeinden blicken neidisch auf uns, denn sie sind nicht in der Lage, ihren Etat auszugleichen.“ Der Haushalt nebst Satzung ist einstimmig verabschiedet worden.

Die Beratungen über das umfangreiche Zahlenwerk nutzte der Gemeindedirektor für einen Rückblick auf die großen Investitionen, die von der kleinen Kommune geleistet wurden. Er erinnerte an die Erneuerung der Schulstraße, an den Bebauungsplan Nr. 14, an die Straße Aulenbruch, an die Sanierung des Regenwasserkanals an der Jahnstraße, an die neue Straßenbeleuchtung, an die Seilbahn auf dem Spielplatz und auch an das Regenwasserkanalkataster, das schließlich insgesamt rund 60000 Euro kosten werde.

Daher sei es einfach völlig gerechtfertigt, Schulden aufzunehmen, zumal heutzutage die Kredite enorm günstig seien. Schönemann: „Es ist schließlich ein Gegenwert vorhanden.“ Außerdem verfüge die Gemeinde noch über „liquide Mittel“ in Höhe von knapp 525000 Euro. Bürgermeister Harald Bokeloh kurz und knapp: „Ein bisschen Geld müssen wir für Notfälle ja noch in der Kasse behalten.“

In diesem Jahr steht die Großbaustelle „Im Siek“ auf dem Investitionsprogramm der Gemeinde. Für diese Maßnahme wurden zunächst einmal 360000 Euro im Haushalt 2015 verankert. Um Geld zu sparen, das bei einer separaten Ausschreibung hätte ausgegeben werden müssen, arbeitet die Gemeinde mit dem Abwasserverband Auetal zusammen, der für die Sanierung der Kanäle zuständig ist.

Ihre anteiligen Kosten finanziert die Gemeinde über einen Kredit. In diesem Zusammenhang hob der Grünen-Ratsherr Hardy Hoffmann hervor, dass man sich über alle Parteigrenzen hinweg für die Investitionen entschieden habe und daher auch die Schulden gemeinsam gemacht würden.

Da die Gemeinde Heeßen keine großen Betriebe in ihren Grenzen hat, erwartet sie für 2015 lediglich 84300 Euro aus der Gewerbesteuer. Die Grundsteuer B dagegen sorgt schon für ein „Einkommen“ in Höhe von 108000 Euro. Der Anteil an der Einkommenssteuer spült immerhin 505000 Euro in die Gemeindekasse; er ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Aus der Grundsteuer A und aus der Hundesteuer erwartet die Kommune lediglich 3800 beziehungsweise 5200 Euro.

Und der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer beträgt 11400 Euro, sodass insgesamt aus diesen Steuern 717700 Euro erwartet werden.

An Gewerbesteuer- und Kreisumlage muss Heeßen dagegen 341000 Euro bezahlen. Die Samtgemeinde holt sich als Umlage noch einmal etwa 190000 Euro aus der Kasse, sodass die Einnahmen gleich wieder geschmälert werden. Insgesamt beläuft sich der Haushaltsplan für das Etatjahr 2015 im Ergebnishaushalt der ordentlichen Erträge und der ordentlichen Aufwendungen auf jeweils 745900 Euro. möh

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