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Grünes Licht

Bebauungsplan Grünes Licht

Der Rat der Gemeinde Heeßen hat sich mit einer Gegenstimme dafür ausgesprochen, den derzeit geltenden Bebauungsplan (B-Plan) Nummer 12 „Ortskern“ so zu ändern, dass der bebaubare Bereich ausgeweitet wird.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Heeßen. Anstoß dafür war ein Antrag des Landwirtes Dirk Hasse, der auf seinem an der Hauptstraße 39 gelegenen Hofgrundstück eine große Halle errichten möchte. Diese soll von der Grundfläche her ungefähr 25 mal 45 Meter messen.

Das Problem: Legt man die aktuellen Bauvorschriften zugrunde, würde laut Hasse ein circa 400 Quadratmeter großer Teil dieser Halle in einem nicht bebaubaren Bereich des Grundstückes liegen. Um dieses Projekt also realisieren zu können, sollen Baugrenzen verschoben werden. Die zum Unterstellen von landwirtschaftlichen Maschinen benötigte Halle würde sich dann so, wie von ihm geplant, „besser in die (vorhandene) Bebauung einfügen“, als wenn er die Halle in den vom bestehenden Bebauungsplan vorgegebenen Grenzen platzieren müsste. In letztgenanntem Fall würde die Halle nämlich „wie ein Schlauch“ in das Grundstück hineinragen; zudem wären für deren Errichtung „enorme Erdbewegungen notwendig“.

Zwar fällt nach Information von Hasse bei der von ihm favorisierten Lösung ebenfalls reichlich Bodenaushub an, diesen könnte er dann aber im oberen Bereich des Hofgeländes zu einem Wall aufschütten, der als optische Abgrenzung zu einem noch in Planung befindlichen Neubaugebiet fungieren würde.

Begrünung als Sichtschutz

Während der Ratssitzung, an der er als Zuhörer teilnahm, erklärte sich Hasse zudem bereit, das Grundstück „massiv“ mit Gehölzen zu bepflanzen, sodass die von der Auestraße aus mögliche Sicht auf die Halle durch die Begrünung gemindert werden würde.

Dieser Zusicherung vorausgegangen waren kritische Kommentare der beiden Ratsmitglieder Klaus Ewest (SPD) und Frank Harmening (CDU). So hatte Ewest zu bedenken gegeben, dass der Bau dieser Halle ein „erheblicher optischer Eingriff in das Ortsbild“ sei, woraufhin Harmening beigepflichtet hatte, dass deren Ausmaße „schon ein Brett“ seien. Trotz ihrer Bedenken stimmten beide letztlich für die Änderung des Bebauungsplans.

Gemäß Beschluss des Gemeinderates soll das in Rinteln ansässige Planungsbüro Matthias Reinold die von Hasse beantragte Änderung des Bebauungsplanes vorbereiten, wobei die Kosten des Verfahrens vom Antragsteller zu tragen sind. In der nächsten Sitzung des „Ortsparlamentes“ soll dieses Thema dann Gegenstand weiterer Beratungen sein. wk

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