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Grundschule erhält interaktive Tafeln

Heeßen Grundschule erhält interaktive Tafeln

Die Grundschule in Heeßen soll mit Whiteboards ausgestattet werden. Mit dem interaktiven Tafelsystem erhält neueste Medientechnik Einzug im Unterricht.

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Quelle: dpa

Heeßen. Eine interaktive Tafel, auch elektronisches Whiteboard genannt, besteht im Grunde genommen aus zwei Elementen. Das eine kann mit einem Faserstift (wie früher mit Kreide) von Hand beschrieben werden; das andere (größere) Element ist ein riesengroßer Bildschirm, der mit einem Computer verbunden ist. Darauf können vorbereitete Lerninhalte dargestellt, weitere Informationen aus dem Internet hinzugeholt und gedruckte Dokumente per Videokamera (wie früher beim Tageslichtprojektor) dargestellt werden. All diese unterschiedlichen Dinge lassen sich bequem beliebig kombinieren. Sinnvoll eingesetzt lässt sich der Unterricht anschaulicher gestalten.

Derartige Systeme gibt es seit etwa acht Jahren. Mittlerweile ist einige Zeit ins Land gegangen, was bedeutet: Die technische Entwicklung ist vorangeschritten, die zugrunde liegenden Programme sind ausgereifter, leichter zu bedienen und arbeiten inzwischen mit vielen anderen Computernutzern bekannten Programmen zusammen. Die „Kinderkrankheiten“ sind längst ausgemerzt. All das waren entscheidende Punkte für Schulleiter Joachim Preuß, nicht bereits vor einigen Jahren auf den Zug aufzuspringen. „Heute ist der Umgang mit dieser Technik recht schnell, weil gefühlsmäßig zu erlernen. Jetzt ist die Zeit reif, dieses Thema anzugehen.“

Aus Sicht der Pädagogen an der Grundschule in Heeßen erleichtert der Einsatz solcher PC-Tafeln den Kindern das Auffassen des unterrichteten Stoffes erheblich. Und auch für die Lehrer wird die Schulungsarbeit leichter – und zwar vorher, nachher und währenddessen.

Gewonnen haben die Heeßer Lehrer diese Erkenntnisse beispielsweise beim Besuch von Fachmessen. Vor etwa einem Jahr gab es erste Gespräche innerhalb des Kollegiums, aber auch mit dem Schulträger. Letzterer hat daraufhin einen Betrag von 6000 Euro im laufenden Haushalt verankert, damit die Technik „Interaktives Tafelsystem“ an der Grundschule Heeßen ausprobiert werden kann.

Für den genannten Betrag bekommt man ein System der „Mittelklasse“, wie Preuß sich ausdrückt. Die Krux dabei: Sinnvoll ist der Einsatz dieser zeitgemäßen Kommunikationstechnik erst dann, wenn auch wirklich jede der insgesamt acht Klassen mit dieser Technik ausgestattet wird. Und das ergäbe summa summarum eine Gesamtinvestition in Höhe von rund 50000 Euro.

Die Grundschule wünscht sich nach Worten ihres Schulleiters, dass sie ab Beginn des neuen Schuljahres nach den Ferien eines dieser Systeme im Unterricht intensiv erproben kann. Und sollte das Ausprobieren erfolgreich verlaufen, so wünscht sie sich darüber hinaus, dass zur zweiten Schuljahreshälfte die fehlenden sieben Geräte ebenfalls angeschafft werden. Und das „in einem Rutsch“, damit letztlich alle Kinder die gleichen Unterrichtschancen haben. Preuß: „Pädagogisch ist es nicht sinnvoll, Jahr für Jahr ein System zu kaufen, bis am Ende alle Klassen damit ausgerüstet sind.“

Der Kauf des Testsystems gilt als abgemacht. Wie sich die Politik entscheidet, wenn die halbjährige Testphase erfolgreich verläuft und „Nachschlag“ erforderlich wird, das ist derzeit noch eine offene Frage. tw

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