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Heeßer Wiederaufbauhilfe für Sri Lanka

Jahresbericht 2014 Heeßer Wiederaufbauhilfe für Sri Lanka

Straßenbau, Schulstipendien, Ethikschule, Gewürzanbau, Häuser – vielfältig sind die Aktionen, mit denen der Heeßer Rajah Wirasekara mit dem von ihm geleiteten „Förderverein Sahana – Flutopfer- und Wiederaufbauhilfe für Sri Lanka“ seit dem Jahr 2005 den Menschen auf der im Indischen Ozean gelegenen Insel hilft. Hier Wirasekaras Bericht über das, was im Jahr 2014 erreicht wurde.

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Heeßen. Infrastruktur: Von all den nützlichen Veränderungen, die im Projektdorf Miyagala im Südosten Sri Lanka in den zurückliegenden Jahren stattgefunden haben, ist die Verbesserung des Hauptweges zur Dorfmitte am auffälligsten. Noch weitere Teilstrecken des damaligen Fußweges sind 2014 ausgebaut und betoniert worden. Jetzt kann man, ohne die Schuhe ausziehen zu müssen, die Bäche überqueren und zum Dorf gelangen. Auch mit einem „Tuk-Tuk“ oder mit einem Auto kann man nun im Schneckentempo durchfahren. Über den größeren Bach ist eine Brücke errichtet worden. Über zwei kleinere Bäche führen Übergänge, unter denen das Wasser fließt. Diese Maßnahmen sind eine große Erleichterung vor allem für Schulkinder und ältere Menschen, die in unmittelbarer Nähe des Hauptweges wohnen. Auch Händler bringen ihre Waren in kleinen Lastwagen an den Mann, die Frau und das Kind. Die Kosten, um die Infrastruktur zu verbessern, hat der Staat getragen. Der Verein „Sahana“ hat dafür gesorgt, dass der Kollektivantrag der Bewohner in den zuständigen Behörden auf Aufmerksamkeit stieß.

Schulstipendien: Über seine neue Webseite (www.sahana-germany.org) haben den Verein einige Anfragen bezüglich Schulstipendien erreicht. Zwei neue Projekte sind mit Beginn dieses Jahres in die Tat umgesetzt worden. Insgesamt wurden 77 Schulkinder und zwei geistig und körperlich behinderte Jugendliche aus insgesamt zwölf Gemeinden um Miyagala von 60 Sponsoren gefördert. 20 der Geldgeber kommen aus dem Schaumburger Land. Die Stipendien von 17 Schulkindern beziehungsweise Familien, die sich nicht an die mit der Patenschaft verbundenen Abmachungen gehalten haben, wurden beendet. Andererseits wurden 27 Kinder in das Programm neu aufgenommen. Die bei „Sahana“ eingehenden Stipendiengelder machten etwa 40 Prozent des gesamten Spendenaufkommens aus. Beim jährlichen Besuch im Projektdorf Miyagala wurden Familientreffen an drei unterschiedlichen Treffpunkten sowie eine zentrale Versammlung für alle Kinder mit ihren Eltern organisiert und ausgerichtet.

Ethikschule: Die Anbindung an das 2013 fertiggestellte Stromnetz wurde beantragt. Dafür mussten 2014 zwei zusätzliche Strommasten entlang des zur Schule führenden Weges errichtet werden, erst sie gewährleisten den Anschluss. Im Schulgebäude wurden die notwendigen elektrischen Vorrichtungen installiert. Weil Geld auch für das anstehende Gewürzanbauprojekt benötigt wurde, gab es 2014 keinen Bildungsausflug für die Schulkinder – was diese natürlich sehr enttäuscht hat.

Gewürzanbau: Dieses Projekt wird als „Selbstläufer“ geplant. Im Vorfeld wurde 2014 einer Gruppe von zehn Dorfbewohnern das Besichtigen einer Zimtplantage in Balangoda und ein geführter Rundgang durch die zugehörige Zimtherstellungsfabrik ermöglicht. Nachdem der Boden mit einem Traktor mechanisch gelockert worden war, wurden während der Regenzeit (November) auf einer Fläche von annähernd 8000 Quadratmetern des Ethikschulgeländes 7200 Zimtsetzlinge eingepflanzt.

Kosgoda-Projekte: Die „Sahana“-Häuser blieben ohne sichtbare Mängel. Drei davon wurden von den glücklichen Hauseigentümern gestrichen. Die Eigentümerfamilien fühlen sich wohl. Im wiederaufgebauten Tempel finden für die Dorfbewohner regelmäßig verschiedene Veranstaltungen statt. Insbesondere an den an Vollmondtagen stattfindenden Veranstaltungen nehmen viele teil. Der Vollmondtag ist in Sri Lanka ein Feiertag: Die buddhistische Feierlichkeiten folgen dem Mondkalender. Im Mai zum Beispiel wird der Geburt, der Erleuchtung und des Todes Buddhas gedacht. thm

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