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Heeßen „Ich will nicht mehr“
Schaumburg Eilsen Heeßen „Ich will nicht mehr“
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00:22 31.03.2018
„Meine Ära ist zu Ende“, erklärt Rolf Everding (rechts) anlässlich der Niederlegung seines Vereinsvorsitzes. Quelle: wk
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Grund dafür ist, dass der langjährige Vorsitzende des Ortsvereins, Rolf Everding, seiner schon vor einiger Zeit geäußerten Ankündigung nun hat Taten folgen lassen und sein Ehrenamt niedergelegt hat. Zudem haben die fünf übrigen Vorstandsmitglieder durch Everding erklären lassen, nicht zuletzt aus Altersgründen ebenfalls nicht mehr weitermachen zu wollen.

„Es gab keine Streitigkeiten“, stellte Everding dazu klar, weder innerhalb des Vorstandes noch mit anderen Institutionen. Aber er selbst, inzwischen 67 Jahre alt, sei 22 Jahre lang Vorsitzender und davor bereits stellvertretender Vorsitzender des SoVD-Ortsvereins gewesen. „Und ich will nicht mehr.“

Dreimonatige Karenzzeit

Gemeinsam wird das bisherige Vorstandsteam allerdings noch für eine dreimonatige „Karenzzeit“ die Geschäfte weiterführen und – wie schon in den vergangenen rund sechs Monaten – versuchen, doch noch einen neuen Vorstand zu finden. Vereinsaktivitäten einschließlich Tagesfahrten richte man indes nicht mehr aus, kündigte Everding an. Ende Juni werde man sich allerdings noch einmal zusammensetzen, in der Hoffnung, dann ein neues Vorstandsteam wählen zu können.

„Was ich eben vernommen habe, hört sich nicht gut an“, kommentierte der SoVD-Kreisvorsitzende Horst Lissel die Ausführungen Everdings. Dass der Ortsverein Bad Eilsen/Ahnsen „führungslos“ wird, dies dürfe „auf gar keinen Fall“ passieren, betonte er. Doch darüber werde man noch „in kleinerer Runde“ sprechen.

An die Versammlung adressiert appellierte Lissel, dass die Mitglieder Werbung für den SoVD-Ortsverein und die Übernahme von Vorstandsämtern machen sollen. Denn es wäre doch „schade, wenn etwas mit diesem Verein passiert“.

Option Verschmelzung

„Ich möchte hier nicht den Teufel an die Wand malen, aber wir brauchen einen funktionierenden Vorstand“, bekräftigte der Kreisvorsitzende. Andernfalls wäre es „normalerweise“ so, dass der führungslose Ortsverein mit einem anderen SoVD-Ortsverein „verschmolzen“ werden würde, wobei der aufnehmende Verein diesem Schritt freilich zustimmen müsse.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Lissel später, dass die Integration eines 265 Mitglieder starken Ortsvereins jedoch „kein Pappenstiel“ sei, da jeder SoVD-Ortsverein eine eigene – quasi identitätsstiftende – „Kultur“ habe.

Die bessere Lösung ist also der Erhalt des Ortsvereins Bad Eilsen/Ahnsen. Um dies zu erreichen, wird der Kreisverband gegebenenfalls auch seinerseits gezielt Vereinsmitglieder ansprechen und versuchen, diese zur Übernahme von Vorstandsämtern zu animieren. Sollte nichts von alledem gelingen, stünde allerdings die Auflösung des Ortsvereins an. wk