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Jahrzehntealter Pfusch treibt Kosten hoch

Sanierung der Straße Im Siek Jahrzehntealter Pfusch treibt Kosten hoch

Mit ihren Arbeiten zur Sanierung der Straße Im Siek in Heeßen liegt die ausführende Firma Kirchner bislang um zwei Tage hinter dem Zeitplan zurück.

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Der bröselige Unterbau wie hier macht den Sanierern an der Straße Im Siek zu schaffen.

Quelle: pr.

Heeßen. Nicht ihre Schuld, denn im Untergrund lauert Ungemach. Grund der Verzögerung ist nicht vorhersehbarer Pfusch, zu dem es an unterschiedlichen Stellen gekommen ist, als die Straße Anfang der siebziger Jahre gebaut wurde. Besonders ärgerlich: Die fast ein halbes Jahrhundert zurückliegenden Bausünden sprengen die Kostenkalkulation.

 Gemeindedirektor Bernd Schönemann gab am Donnerstagabend dem Gemeinderat einen ersten Zwischenbericht über den Fortschritt der Bauarbeiten, die am 27. Februar begonnen haben. „Es ist immer wieder überraschend, was so alles gefunden wird“, ärgerte sich Schönemann über die Ergebnisse von Untersuchungen, die im Vorfeld der Bauarbeiten vorgenommen worden sind. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse beziehen sich auf den Aufbau der alten Fahrbahn, der Gossen und der Bürgersteige, auf Wasserstände im Kanalnetz und auf den Verlauf von Leitungen. Eine lag beispielsweise nicht dort, wo sie eigentlich hätte liegen sollen.

 Schönemann: „Das Problem ist, dass man nach Öffnen der Straße immer wieder an den Übergängen von der Straße zur Gosse oder von der Gosse zum Bürgersteig festgestellt hat, wie unzureichend deren Aufbau erfolgt ist.“ Die ursprüngliche Hoffnung der Verantwortlichen, bei der Sanierung die Bürgersteige weitgehend nicht anfassen zu müssen, zerbröselt förmlich mit dem Fortschritt der Arbeiten.

 Schon die ersten fünf Bohrungen Ende Februar förderten den von Bereich zu Bereich wechselnden Aufbau zutage. Weitere Bohrungen zur Voruntersuchung waren damit unumgänglich. Auch diese erbrachten das – inzwischen – befürchtete Ergebnis: „Unzureichender Unterbau.“ Diese alten Bausünden erscheinen umso überraschender, als schon die Römer vor 2000 Jahren wussten, wie man Straßen frostsicher aufbaut – mit einem insgesamt einen Meter mächtigen Straßenkörper unterschiedlicher Lagen aus Schotter, Kies, Sand und einer Deckschicht.

 Besonders ärgerlich aus Sicht der Gemeinden: Das Beseitigen des Pfusches kostet nicht eingeplantes Geld. Als „reine Massenmehrung“ (mehr Baumaterial) bezeichnete Schönemann die jetzt für einen Teilbereich errechneten Mehrkosten in Höhe von 17000 Euro. Für einen weiteren Teilbereich liegt der Kostenvoranschlag noch nicht vor – er dürfte doppelt so hoch ausfallen. thm

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