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Kinder entdecken spielend die Welt

Audiodigitales Lernsystem Kinder entdecken spielend die Welt

In der Grundschule Heeßen ist die Welt in Ordnung, wie Schulleiter Joachim Preuß den Gästen erläutert. Dennoch weiß er nicht, was die Zukunft für Herausforderungen bringen wird.

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Hitzige Diskussionen über das Schützenfest

Fördervereinsvorsitzende Petra Bussing-Büscher freut sich über die 300 Euro, die Dagmar Söhlke, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Bad Eilsen und auch in der Samtgemeinde (l.) und Cord-Heinrich Möhle, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes, ihr überreichen.

Quelle: pr.

Heeßen. Stand im vergangenen Jahr noch die sogenannte Inklusion (Integration von behinderten Kindern in den normalen Schulalltag) im Vordergrund der Diskussion, so beschäftigt sich man derzeit mit den Flüchtlingen in der Samtgemeinde Eilsen beziehungsweise mit deren schulpflichtigen Kindern.

In die heimische Grundschule gehen momentan zehn Kinder, die kein Wort Deutsch verstehen und auch nicht sprechen. Daher müssen dringend Schulmaterialien gekauft werden, mit denen diese Schüler schnellstens die deutsche Sprache lernen, damit der Schulbesuch überhaupt Sinn macht.

Die Besucher in der Grundschule waren Dagmar Söhlke, Fraktionsvorsitzende der CDU im Gemeinderat Bad Eilsen und auch im Samtgemeinderat, Cord-Heinrich Möhle als Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes und Petra Bussing-Büscher, die Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule. Söhlke und Möhle hatten ein besonderes Geschenk für den Förderverein „im Gepäck“. Sie überreichten der Vorsitzenden insgesamt 300 Euro, die für den Kauf der für Flüchtlingskinder benötigten Schulmaterialien eingesetzt werden sollen.

Das Geld stammt aus der CDU-Aktion gegen Rassismus und Intoleranz unter dem Motto „Wir stricken uns die Welt so bunt, wie sie uns gefällt“, bei der im Frühjahr 2015 Bäume rund ums Rathaus mit Gestricktem „verziert“ wurden. Ferner sammelte die Partei auf ihrem „Abend im Reiterstübchen“ für die Flüchtlingskinder, und die CDU-Fraktion im Gemeinderat Bad Eilsen stellte auch noch Geld aus ihrer Kasse zur Verfügung, um den Betrag „rund zu machen“.

Schulleiter Preuß bedauerte, den Flüchtlingskindern keinen zusätzlichen und intensiven Deutschunterricht anbieten zu können – die dafür benötigte Anzahl von Lehrern habe er nicht zur Verfügung. Ohne Deutsch seien die Jungen und Mädchen aus Syrien und den anderen Ländern natürlich nicht in der Lage, dem allgemeinen Unterricht zu folgen.

Die Schule kaufte bereits für ein paar Hundert Euro ein audiodigitales Lernsystem, mit dem Kinder – egal, ob deutsch oder nicht – „die Welt spielerisch entdecken“ können. In der Schule müssen die Flüchtlingskinder mit diesem System die deutsche Sprache lernen. Das System: Die Jungen und Mädchen tippen mit einem Stift zum Beispiel auf ein Bild, das eine bestimmte Bedeutung darstellt, und der optische Sensor in diesem Apparat wandelt unsichtbare Codes in Sprache um.

Die Kosten für die interaktiven Bücher im Rahmen dieses audiodigitalen Lernsystems und die dafür benötigten Kopfhörer halten sich noch in Grenzen, aber die Stifte mit dem optischen Sensor „reißen dann schon ein Loch in das Budget der Schule“. r

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