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Liebe, Kuscheln und Zoo

Weltkindertag Liebe, Kuscheln und Zoo

„Mama, Papa – wir haben auch Rechte“: Mit dieser „Forderung“ haben sich Kinder der evangelischen Kindertagesstätte „Emmaus“ in Heeßen an ihre Eltern gewandt. Was die vor allem wollen, lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Liebe, Kuscheln und einen Ausflug in den Zoo.

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An Mama und Papa: Mit selbst gebastelten Schildern wenden sich Leticia, Jennifer und Lorena mit Wünschen an ihre Eltern.

Quelle: mig

Heeßen. In der Kita „Emmaus“ ist am Weltkindertag richtig was los. Glücksrad drehen, Namensschilder malen oder Schutzengelbänder basteln: „Die Kinder sollen heute machen, was sie möchten“, sagt Leiterin Heike Rehling. Das Angebot habe man gemeinsam abgestimmt. Und wer darf alles kommen? Da sind die Kinder großzügig: „Wir haben heute ein offenes Haus, kommen kann jeder. Eltern und Großeltern und Besucher, die sich einfach nur informieren wollen.“

Recht auf Schutz vor Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung

Um Punkt 13.30 Uhr wird es in der Kita richtig voll. Oma und Enkelin, Mama und Papa essen gemeinsam einen Kuchen oder gehen zur großen Kinderkonferenz, die im Kunstraum stattfindet. Dort sitzen die Älteren zusammen und formulieren, was für Rechte Kinder haben. Haben Kinder ein Anrecht auf Taschengeld? Und wie sieht es mit Haustieren aus? In der Kinderrechtskonvention der UN steht zu lesen, dass Kinder das Recht auf Nichtdiskriminierung, Berücksichtigung der Meinung oder Entwicklung haben. Dazu kommen Schutzrechte wie Schutz vor Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung, Schutz der Privatsphäre und Ähnliches. „Kinder wünschen sich Liebe und Geborgenheit, dass ihnen einer zuhört, dass sie keiner haut oder dass sie ein eigenes Zimmer bekommen“, weiß Rehling. Leticia, Jennifer und Lorena sind sogar noch bescheidener: „Wir wünschen uns, dass unsere Eltern mit uns in den Zoo fahren.“

In der Kita selbst sind die Kinderrechte übrigens schon gut verankert: Dort gibt es einen Kinderbeirat, der auch eigene Wünsche formulieren kann. „Da spielen dann Fragen eine Rolle, wie: Was gefällt uns, und was gefällt uns nicht?“, erklärt Rehling das Konzept. Überhaupt würden die Erzieherinnen und Erzieher darauf achten, Kinder nach ihren Vorlieben zu fragen. „Wir fragen dann, ob das Kind gerne mit dem Spielzeug spielt oder etwas anderes haben möchte, und schauen sehr darauf, dass es allen gut geht.“ Ein steht jedenfalls fest: Im Vergleich zu früheren Generationen sind Kinder heute viel aufgeschlossener und selbstsicherer.

Selbstsicherer und offener

„Vor 20 Jahren waren Kinder lange nicht so selbstbewusst, wie sie es heute sind“, hat Rehling beobachtet. Kinder heute seien in der Regel selbstsicherer und offener: „Sie artikulieren ihre Wünsche heute viel mehr, als das früher der Fall gewesen ist.“

Allerdings gibt es auch Veränderungen zum Schlechteren. Da in manchen Familien beide Elternteile berufstätig seien, hätten sie nur wenig Zeit für ihre Sprösslinge, sagt Rehling. „Und die holen sich ihre Umarmungen dann bei uns ab, das merken wir schon. In so einem Fall werden wir dann zum Teil der Familie, ohne dass wir das wollen.“ mig

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