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Maibaum abgesägt und geklaut

An Laternenpfahl gebunden Maibaum abgesägt und geklaut

Da freuen sich der Veranstalter, die CDU in Heeßen, und die Bevölkerung, einen richtig schönen und großen Maibaum nicht nur „gefunden“, sondern auch mit einem Fest auf dem Platz vor dem Schützenhaus aufgestellt zu haben. Und dann das: Unbekannte fällen den Baum in der Nacht zum Sonntag.

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Der Maibaum, in einer Nacht- und Nebelaktion vom Heeßer Festplatz „geklaut“, steht nun, festgebunden an einem Laternenpfahl, vor der Gaststätte Thies in Luhden.

Quelle: möh

Heeßen/Luhden. Sie schnitten die Birke in einer Höhe von etwa einem Meter ab, verluden sie auf einen Anhänger, verschwanden aber nicht spurlos, sondern stellten den Baum, erkennbar an den Schleifen aus Heeßen, öffentlich vor die Gastwirtschaft Thies in Luhden wieder ab – festgebunden an einem Laternenpfahl.

  Alle hatten

 sich viel Mühe gemacht

 Verärgert über diese Dreistigkeit sind nicht nur die Mitglieder der CDU. Auch andere Mitbürger, die von dieser Tat erfuhren, können darüber nicht lachen. Schließlich hatten sich auch die Heeßer Kinder viel Mühe gegeben, den Baum zu schmücken. Der Nachwuchs der Dorfjugend hatte seine Freude bei den Tänzen rund um das gute Stück ausgedrückt. Der Baum sollte ein paar Wochen auf dem Platz vor dem Schützenhaus stehen, um den Passanten zu signalisieren: „Hier wird die Tradition des Maibaums hochgehalten.“

 Als die CDU von dem Vorfall hörte, ging sie den vorhandenen Spuren – Birkenlaub, kleine Äste und Schleifchen – auf der Straße nach und fand den Baum schnell vor der Gastwirtschaft Thies in Luhden. Auch der wahrscheinlich für den Transport genommene Anhänger stand nicht weit entfernt.

 Es lässt sich nun trefflich darüber spekulieren, ob vielleicht Buchholzer, Ahnser, Heeßer oder Bad Eilser den Baum abgesägt und nach Luhden transportiert haben, denn es gibt keine Zeugen. Mehr als wahrscheinlich ist aber, dass sich Luhdener den Baum aus Jux geholt und vor ihre Dorfgaststätte gestellt haben. Schließlich war bei der eigenen Maifeier im und am Gerätehaus, die nach vielen Jahren wieder einmal von der Feuerwehr veranstaltet worden war, zu hören: „Was war das doch schön und wie viel Spaß hatten wir, als wir bis in die achtziger Jahre Maibäume vor die Gaststätten im Dorf gestellt haben.“

  Keine komplettspontane Idee

 Der Diebstahl des Heeßer Maibaumes war zudem keine komplett spontane Idee, sondern musste vorbereitet gewesen sein, denn ohne Anhänger wäre der Transport von Heeßen nach Luhden schwierig geworden. Ferner wurde ein Traktor mit einem Fahrer benötigt, der keinen Alkohol getrunken hatte, um seinen Führerschein nicht zu gefährden. Trotz des Ärgers nehmen die Heeßer, wie gestern zu vernehmen war, diese Nacht- und Nebel-Aktion sportlich und wollen „keine weiteren Schritte unternehmen“.

 Übrigens: Im Süden der Republik kommt es schon einmal vor, dass Nachbargemeinden sich wegen der Maibäume streiten. Aber wenn denn die Bäume aufgestellt sind, lautet das ungeschriebene Gesetz: „Hände weg!“ So sollte es sein. möh

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