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Neue Verkehrsführung sorgt für Verdruss

Bundesstraße 63 Neue Verkehrsführung sorgt für Verdruss

Für reichlich Verdruss sorgt die neue Verkehrsführung an der Kreuzung der Bundesstraße 83 mit der Auestraße und dem Luhdener Weg.

Heeßen. Fahrzeuge dürfen dort seit Kurzem nur noch nach rechts abbiegen. Das hat Folgen. In der Sitzung des gemeinderates Heeßen am Donnerstag haben Anlieger aus der Straße Im Wiesengrund von erheblichem Verlagerungsverkehr berichtet und ihrem Ärger darüber Luft verschafft.

Der Erste, der protestierte, war Landwirt Gerhard Hasse. Als Ratsherr saß er selbst mit am Beratungstisch. Bislang konnten seine Traktoren die südlich der B83 gelegenen Äcker bislang über die Hauptstraße, die Auestraße, die zu überquerende Bundesstraße und den Luhdener Weg recht zügig erreichen. Seit der Neuregelung führt der Hinweg über Hauptstraße, Im Wiesengrund, Eilser Straße, Dorfstraße, Lindenbrink und den Alten Postweg Luhden. Zurück geht es noch umständlicher mit einer Schleife, die bis nach Buchholz führt, zurück nach Heeßen. „Pro Fahrt sind das 3,5 Kilometer mehr als früher“, rechnete Hasse vor. „In der Erntezeit, wenn wir jeden Acker bis zu 20 Mal anfahren müssen, kommt da ziemlich was zusammen.“ Wobei der Landwirt nicht nur den Mehraufwand an Sprit und Zeit im Auge hat, sondern auch die zusätzliche Umweltbelastung.

Seit der zeitsparende innerörtliche „Schleichweg“ in Richtung Autobahnauffahrt, Rinteln oder Hameln aufgrund der neuen Verkehrsführung versperrt ist, haben Anlieger aus dem westlichen Teil der Straße Im Wiesengrund eine „deutliche Zunahme“ des Verkehrs vor ihren Haustüren beobachtet. Die Anlieger aus diesem Bereich setzen sich seit etwa 20 Jahren für eine Verkehrsberuhigung des Straßenabschnitts ein, der vor ihren Häusern entlangführt. Während der Ratssitzung erneuerten sie ihre Forderung abermals und verliehen ihr mit einer Unterschriftenliste Nachdruck, die sie Bürgermeister Harald Bokeloh überreichten. Um den Verkehrsfluss deutlich zu bremsen, fordern sie in einem Begleitschreiben „Fahrbahnverengungen (wie zum Beispiel in Luhden), Recht-vor-Links-Regelungen, Tempo 30 und markierte Radfahrkreuzungen“.

Ob solche Maßnahmen geeignet sein könnten, die Fahrzeuge auf der Straße tatsächlich auch abzubremsen, haben die Anwohner vor einigen Tagen während einer ungewöhnlichen Aktion ausprobiert. Sie haben „in einer konzertierten Aktion alle ihre Fahrzeuge am Straßenrand geparkt“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Und siehe da: Der Verkehr wurde deutlich langsamer, und alle – auch Busse und Trecker – konnten dennoch passieren“, lassen sie die Politiker im Dorf wissen.

Die Anlieger betrachten die Neuregelung an der Auestraße nicht losgelöst von der Situation in ihrem Wohngebiet. Stattdessen sprechen sie von einem „Gesamtproblem“. Die Lösung an der einen Stelle verschärfe die Lage an der anderen Stelle. Ihre Konsequenz: Der Rat solle ein Gesamtkonzept zur Verkehrslenkung und Beruhigung entwickeln, das die Interessen aller Heeßer berücksichtigt.

Von Thomas Meinecke

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