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Ökopremiere macht Platz für Neues

Acht bis neun Wohnungen geplant Ökopremiere macht Platz für Neues

Einst ist es im Schaumburger Land das erste Gebäude mit ökologisch wertvollem Grasdach gewesen. Nach dem Verkauf des einstigen Landschulheimes „Weser“ an einen privaten Investor ist der Gebäudetrakt – ein Anbau an das alte Hausmeisterhaus – jetzt abgerissen worden.

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Es war einmal… Schaumburgs erstes Gebäude mit ökologisch wertvollem Grasdach ist jetzt abgerissen worden.

Quelle: pr.

Heeßen. Auch das Hausmeisterhaus selbst fällt der Abrissbirne zum Opfer, denn auf dieser Fläche möchte das Investoren-Ehepaar Werner in einem Neubau sechs barrierefreie Wohnungen mit jeweils 85 Quadratmetern errichten. Das neue Haus direkt an der Hauptstraße in Heeßen wird sich in seiner zweieinhalbgeschossigen Höhe der Umgebung anpassen. Einen Bebauungsplan gibt es für diesen Bereich nicht. Deshalb sind die Pläne im Vorfeld mit der Gemeinde und der Samtgemeinde abgesprochen worden. Beide erhoben keine Einwände. Auch der Landkreis hat eine entsprechende Bauvoranfrage positiv beschieden.

Das traditionsreiche Gebäude des Schullandheimes wollen die neuen Eigentümer erhalten, zumal dessen Bausubstanz immer noch intakt ist. Dort sind auf längere Sicht weitere acht bis neun Wohnungen geplant. Das 5000 Quadratmeter große Wäldchen hinter den Gebäuden soll ebenfalls langfristig gesichert werden und den künftigen Mietern als grüne Ruhezone dienen.

Die Geschichte des 1896 auf einem mehr als 7500 Quadratmeter großen Grundstück gebauten Hauses hat Heeßens Bürgermeister Harald Bokeloh recherchiert. Das Areal gehörte ursprünglich dem Sparlade-Erfinder Friedrich Witte. Darauf ließ Badearzt Dr. Voigt ein Gästehaus errichten, das er während der Inflationswirren 1928 an die Deschima-Werft verkaufte – einen Vorläufer der AG „Weser“, die das Haus als Erholungsheim für ihre Belegschaft nutzte. Nach Krieg und Besatzungszeit schenkte die AG „Weser“ das Haus 1955 der Schulbehörde der Hansestadt Bremen. Diese hatte die Immobilie unter dem Namen „Schullandheim Weser“ bis zum Jahr 2011 genutzt. thm

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