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Heeßen Rampen bauen oder nicht?
Schaumburg Eilsen Heeßen Rampen bauen oder nicht?
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08:05 06.02.2018
Nach Meinung des Gemeinderates genügt es, den beiden verwitterten Holz-Buswartehäuschen des Dorfes einen neuen Anstrich zu verpassen. Quelle: wk
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HEESSEN

So hat die Verwaltung nach Auskunft von Gemeindedirektor Bernd Schönemann dafür in einer ersten telefonischen Recherche Malerkosten in Höhe von rund 1200 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer ermittelt. Bevor jedoch tatsächlich ein Handwerker mit dem Neuanstrich der Buswartehäuschen beauftragt wird, soll die Gemeindeverwaltung zunächst mehrere schriftliche Angebote einholen, über die dann noch einmal beraten wird.

„Die Holzhäuschen passen ins Ortsbild und sind erhaltenswert“, hatte das Ratsmitglied Gerhard Hasse während der diesem Ratsbeschluss vorausgegangenen Debatte erklärt. Zudem habe die Gemeinde kein Geld für die Anschaffung neuer Buswartehäuschen. Den von Schönemann zur groben Orientierung genannten Preis für die Renovierung der beiden Unterstände bewertete Hasse als ein „super Angebot“.

Alternativ hatte das „Ortsparlament“ die Verwaltung im Vorfeld der Ratssitzung beauftragt, in Erfahrung zu bringen, inwieweit für eine etwaige Erneuerung der Bushäuschen Fördergelder beantragt werden können. Wie die Gemeinde Heeßen dazu jetzt informierte, gewährt das Land Niedersachsen im Rahmen eines Förderprogramms für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für derlei Projekte Zuschüsse, wenn die „Zuwendungssumme“ mindestens 25000 Euro je Förderantrag beträgt. Das Ziel müsse „die Verbesserung für den ÖPNV“ gegeben sein muss, also barrierefrei gestaltet und zeitgemäß ausgestattet werden.

Landkreis würde sich beteiligen

Unabhängig von diesem und anderen Förderprogrammen würde aber auch der Landkreis einen Teil der Kosten für die Erneuerung der Buswartehäuschen übernehmen – und zwar 50 Prozent, so die Gemeindeverwaltung.

Ergänzend informierte diese, dass in der Nachbargemeinde Buchholz bereits mehrere Bushaltestellen modernisiert worden sind. Dafür seien dort Gesamtkosten von rund 15000 Euro je Haltestelle angefallen.

Ratsherr Frank Harmening (CDU) hatte in diesem Kontext angeregt, hinsichtlich der gegenüber der Gaststätte Heeßer Krug (Hauptstraße) vorhandenen Bushaltestelle auch Angebote für den Bau einer barrierefreien Rampe einzuholen. Denn angesichts der demografischen Entwicklung respektive einer älter werdenden Gesellschaft würden solche Hilfen „immer wichtiger werden“.

Wenn man diese Bushaltestelle so umgestalten würde, müsste man dies auch bei der auf der anderen Straßenseite gelegenen Bushaltestelle machen, gab die stellvertretende Gemeindedirektorin Kerstin Döring zu bedenken.

Woraufhin Hasse mit Blick auf den Heeßer Krug und die dortige Parkplatzsituation warnte, dass es „ein ganz heißes Eisen“ werden würde, vor dem Lokal eine solche Rampe zu bauen. Im Klartext: „Das sollten wir so lassen, wie es ist.“ wk

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