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Buche zerstört Ratsmitglieder sauer

Der mit einer Bohrmaschine und einem Pflanzenvernichtungsmittel verübte Baumfrevel an einer der Gemeinde Heeßen gehörenden Buche hat viel Empörung innerhalb des Gemeinderates zur Folge. „Das ist eine schlimme Sache, wenn Gemeindeeigentum einfach so zerstört wird“, sagt Bürgermeister Harald Bokeloh.

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Wer die das Ortsbild prägende, alte Buche gezielt zum Absterben gebracht hat, ist bislang nicht bekannt.

Quelle: wk

Heeßen. Dass der betroffene Baum noch auf irgendeine Weise zu retten sein könnte, daran glaubt er indes nicht: „Da ist ja gar nichts Grünes mehr dran – der ist wohl hin“, resümiert der Sozialdemokrat.

Wer der Buche vorsätzlich den Garaus gemacht hat, darüber kann Bokeloh derzeit nur Spekulationen anstellen. Er nimmt aber an, „dass das einer aus dem Umfeld gemacht hat“, da es wegen dieses Baumes „schon seit Jahren immer Ärger“ wegen des herbstlichen Laubanfalls gegeben habe.

„Das ist der Oberhammer“, kommentiert Frank Harmening, der 1. Stellvertretende Bürgermeister, den Baumfrevel. „Ich verstehe nicht, wer so etwas macht. Das ist absolut unfassbar.“ Geradezu „entsetzt“ sei er über diese „kriminelle Energie“, die der oder die bislang noch unbekannten Täter an den Tag gelegt hat beziehungsweise haben, und auch darüber, dass dies auf öffentlichem Grund und Boden passiert sei.

Zigfach angebohrt und Mittel eingefüllt

Überhaupt: „Wenn einen irgendetwas stört, sollte man die Kommunikation suchen und nicht einfach Tatsachen schaffen“, betont der CDU-Mann. Bezogen auf die durch zigfaches Anbohren des Stammes und vermutlich Einfüllen eines Pflanzenvernichtungsmittels in die Bohrlöcher vorsätzlich abgetötete Buche hofft er, dass noch herauskommt, wer für den Schaden verantwortlich ist und dass diese Tat keine Nachahmer findet.

„Das ist frevelhaft, das kann man nicht machen“, sagt Gerhard Hasse, der als Einzelkandidat in den Gemeinderat eingezogen ist. „Das kann keiner gutheißen.“ Zudem berichtet er, dass er selbst bereits einige Anwohner der Hauptstraße auf den gegenüber der alten Heeßer Schuhfabrik stehenden, abgestorbenen Baum angesprochen habe. Aber von den befragten Personen habe nach deren Angaben keiner etwas gesehen, das zur Ermittlung des oder der Täter führen könnte.

"Brutalität lässt schaudern"

Heinz-Hardy Hoffmann, der 2. Stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde (Bündnis 90/Die Grünen), drückt seinen Ärger dagegen mit diesen deutlichen Worten aus: „Solche Perfidität gegen ein wehrloses Lebewesen habe ich bisher noch nicht kennenlernen müssen. Dieser Akt von berechnender Brutalität im Dorf lässt schaudern. Wo beginnt die Hemmschwelle für so jemanden?“

Seitens der Gemeinde Heeßen ist wegen des Baumfrevels inzwischen Anzeige bei der Polizei erstattet worden. wk

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