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Schulstraße bereitet Politikern Sorgen

Heeßen / Sanierung kostet eine Million Euro Schulstraße bereitet Politikern Sorgen

Die Gemeinde hat 2012 mit ihrem Geld sehr gut gewirtschaftet, wie Gemeindedirektor Bernd Schönemann und seine Stellvertreterin Kerstin Döring den Abgeordneten berichtet haben.

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Heinz-Hardy Hoffmann

Quelle: pr.

Heeßen (möh). Der Erfolg: 120000 Euro waren übrig und wurden den Rücklagen zugeführt. Das heißt, Heeßen hatte Ende 2011 ein Guthaben von 372000 Euro auf dem Sparkonto. So genehmigte der Rat einstimmig die vorläufige Jahresrechnung. Knapp 6000 Euro gibt die Gemeinde, wie jetzt beschlossen, im Frühjahr für Reparaturarbeiten an Straßen aus, um Winterschäden zu beseitigen.

 372000 Euro im Sparstrumpf zu haben, das ist schon eine stolze Summe, wenn man bedenkt, wie viele Schulden andere Kommunen haben. Dieses Plus auf dem Konto wird allerdings nicht lange Bestand haben, denn die Schulstraße soll ausgebaut werden. Die Kosten für diese Maßnahme, die schnellstens realisiert werden soll, belaufen sich auf eine Million Euro. Die Gemeinde hofft, dass das Land für die Sanierung der Straße einen Zuschuss von 60 Prozent zahlt. Ferner sei, so der Chef der Verwaltung, der Regenwasserkanal ebenfalls marode. Wenn die Gemeinde Glück habe, könne sie für diese Arbeiten mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent rechnen. Schönemann sagte, dass die Schulstraße „richtig“ saniert werden müsse. Flickschusterei sei nicht mehr angebracht, zumal der Ausbau eine wichtige Investition in die Zukunft sei, da über die Straße Schule und Kitas angefahren werden.

 In den vergangenen Wochen ist im Gemeindeparlament mehrfach über Risse in Fahrbahndecken diskutiert worden. Ein Vertreter einer Straßenbaufirma aus Obernkirchen hat nun alle Straßen und Wege abgefahren, die Schäden markiert und ein Angebot über 5989,27 Euro vorgelegt, mit dem dann alle Macken beseitigt werden könnten. Während Gerd Hasse (Einzelbewerber) erklärte, diese Arbeiten seien sehr wichtig, damit im kommenden Winter die Schäden nicht größer würden, fragte Heinz-Hardy Hoffmann (Grüne) an, ob die Obernkirchener Firma generell in der Samtgemeinde Eilsen arbeite. Schönemann betonte, die Firma habe in Buchholz bereits die Fahrbahnrisse sehr gut beseitigt, daher wolle man sie auch in Heeßen beauftragen. Aber: Nicht alle Aufträge in der Gemeinde gingen automatisch an diesen Betrieb. SPD-Ratsherr Gerd Möhlmann erinnerte, dass man die Arbeiten zusammen mit der Nachbargemeinde habe vergeben wollen, aber Buchholz sei vorgeprescht.

 Schließlich stimmte der Gemeinderat einstimmig zu, das Geld zur Verfügung zu stellen und den Auftrag der Firma aus Obernkirchen zu erteilen. Mit einer Einschränkung: Risse auf der Fahrbahn der Schulstraße dürften auf keinen Fall ausgebessert werden. Auf Nachfrage, ob der Rat die Kontrolle habe, welche Schäden ausgebessert würden, erklärte der Gemeindedirektor, dass man anhand der Stundenzettel der Arbeiter, die der Gemeinde vorgelegt würden, nachvollziehen könne, wo, wie und wie lange gearbeitet worden sei.

 Und noch einmal Thema „Schulstraße“. Die SPD-Abgeordnete Gabriele Walz berichtete von Klagen von Anliegern. Sehr oft würden in den Abendstunden die Ein- und Ausfahrten der Grundstücke von Besuchern der Sporthalle mit Autos zu geparkt. Und das, obwohl neben der Schule, und auch nur ein paar Meter entfernt, sich ein Parkplatz befindet, der bis 23 Uhr ausgeleuchtet sei. Die Anlieger würden nicht verstehen, warum der Platz nicht angenommen werde, obwohl die Kommune „viel Geld hingelegt“ habe, um die Parkerei an der Straße zu vermeiden. Unterstützung fand Walz bei Schönemann. Der hob hervor, dass auch morgens zu Schulbeginn und in den Mittagsstunden sowie wenn nachmittags Vereinssport in der Turnhalle stattfinde, „überaus wild“ geparkt werde.

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