Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Strömungsteiler als Rammschutz?

Auebrücke nur einspurig befahrbar Strömungsteiler als Rammschutz?

Ein Pfeiler der Auebrücke an der Straße Im Wiesengrund ist beschädigt (wir berichteten). Daher darf das Bauwerk seit Ende Oktober nur noch einspurig befahren werden.

Voriger Artikel
Heeßen braucht kein eigenes Wappen
Nächster Artikel
Kranwagen wuppt den Baum in die Höhe

In Höhe der Wasserlinie ist – vermutlich nach dem Anprall eines Baumstamms – ein Stein aus dem Brückenpfeiler herausgebrochen. Der Schaden soll im Jahr 2016 behoben werden.

Quelle: thm

Heeßen. Hinsichtlich der anstehenden Reparatur der Brücke verschafft diese Regelung dem Heeßer Gemeinderat etwas Zeit. Gleichwohl wird das „Ortsparlament“ für die Reparatur Kosten in Höhe von 15000 Euro im Haushalt für das Jahr 2016 einplanen.

 Derzeit kann die Auebrücke nur noch einspurig auf der Nordseite passiert werden, übrigens auch von Lastkraftwagen. Begegnungsverkehr ist nicht mehr möglich, weder für Autos noch für Lastwagen. Die schadhafte Stelle des Pfeilers liegt unter der südlichen Brückenhälfte. Zur Entlastung dieses Brückenteils trägt außerdem bei, dass in einem Abschnitt von jeweils 50 Metern vor und hinter der Brücke die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer abgesenkt worden ist. Diese Maßnahmen gehen auf Empfehlungen des Ingenieurbüros Harmening zurück, das die Verwaltung damit beauftragt hatte, die Statik der Auebrücke zu untersuchen und die Frage zu klären, ob deren Standsicherheit derzeit noch gegeben ist.

 Die Gemeindeverwaltung hat vier Unternehmen angeschrieben und um Kostenvoranschläge gebeten. Zwei haben ihre Angebote bis Ende November abgegeben, die Firma Becker aus Minden sowie die Firma Kögel aus Bad Oeynhausen. Beide Offerten liegen bei den Kosten um rund 3000 Euro auseinander. Inwieweit sich nicht nur die Kosten, sondern auch die Leistungen unterscheiden, das erklärte im Gemeinderat jetzt Frank Harmening. Der CDU-Fraktionschef sitzt in dieser Angelegenheit nicht als Ratsherr, sondern als Bauingenieur am Ratstisch, berät seine Kollegen, enthält sich aber ansonsten seiner Stimme.

 Das Unternehmen mit dem teureren Angebot setze darauf, die Schadstelle einzuschalen und anschließend v-förmig auszubetonieren, so Harmening. Auf diese Weise ergebe sich ein Strömungsteiler, der zugleich als Rammschutz funktioniere. Die zweite Firma schlage dagegen vor, die herausgebrochenen Steine durch neue zu ersetzen und die Stelle auszumörteln. Beide Reparaturverfahren sind nach Einschätzung Harmenings durchaus praktikabel. Beim Durchsehen der Angebotsdetails waren ihm dann doch einige Details aufgefallen, die sich auf die Kosten erheblich auswirken – etwa beim Einsatz des Minibaggers.

 Aus den Schilderungen Harmenings hörte Gemeindedirektor Bernd Schönemann vor allem das Stichwort „Rammschutz“ heraus, das er als überzeugend empfand. Dadurch werde die Brücke besser als bisher vor Treibgut wie schweren Baumstämmen geschützt.

 Harmenings Vorschlag zielte darauf ab, sich jetzt noch nicht zu entscheiden, sondern beim Unternehmen mit dem bislang günstigeren Angebot nachzufragen, was es bei ihm kosten würde, den Brückenpfeiler mit solch einem Strömungsteiler zu versehen.

 Dieser Anregung ist der Gemeinderat einstimmig gefolgt. thm

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg