Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Urlaub von Tschernobyl

Heeßen Urlaub von Tschernobyl

Mit Bällen spielen und mit Tempo durch die Halle toben – das macht nicht nur Zweitklässlern der Heeßer Grundschule Spaß, sondern auch ihren weißrussischen Gästen aus dem Patendorf Swonez.

Voriger Artikel
Im Siek: Kanalsanierung wird noch teurer
Nächster Artikel
Verkehrsberuhigung für die Straße Im Wiesengrund gefordert

Nach den Ballspielen muss es auch mal eine Verschnaufpause geben. Dazu nehmen die Kinder auf dem Hallenboden Platz.

Quelle: sig

Heeßen. Dabei spielen Sprachschwierigkeiten keine Rolle. In einer gemeinsamen Sportstunde ist schnell das notwendige Verständnis hergestellt.

Diakon Ingmar Everding war mit den kleinen Feriengästen der Bad Eilser Tschernobylhilfe in die Schule eingeladen worden. Gastgeber war die Klasse 2a mit ihrer Lehrerin Jana Becker. Natürlich hatte man sich auf diesen nicht alltäglichen Besuch vorbereitet. Zufällig waren beide Gruppen gleich stark. Von der Halle begaben sich also 34 Jungen und Mädchen zusammen ins Klassenzimmer.

Dort übte man in beiden Sprachen, wie man sich gegenseitig begrüßt. Ukrainisch wie Deutsch sind keine leichten Sprachen. Das wurde beim Üben deutlich. In der großen Pause wurde nicht nur gemeinsam gefrühstückt, sondern es gab auch Pausenspiele. Im Bastelunterricht wurden aus Papier die bekannten (sonst aus Holz gefertigten) Babuschkas in unterschiedlichen Größen hergestellt. Diese bäuerlich anmutenden Frauenfiguren sind speziell in Russland sehr beliebt.

„Wir haben schon viel Schönes und Spannendes mit den Kindern erlebt, waren im Vogelpark Walsrode und freuen uns auf das, was noch kommt wie zum Beispiel das Segelfliegen“, sagte Everding. Einige Kinder müssten noch zur Nachbehandlung zum Zahnarzt. Größere gesundheitliche Probleme gebe es nicht, aber allmählich mache sich das Heimweh bemerkbar.

Auch der örtlichen Jugendfeuerwehr statteten die Swonze-Kinder einen Besuch ab. „Wir freuen uns immer wieder auf diesen Besuch bei uns. Das hat inzwischen eine lange Tradition“, sagte Ortsbrandmeister Andreas Mohr. Organisiert hatten dieses Treffen Jugendfeuerwehrwart Jörg Weber und sein Team. Die Kinder wurden eingekleidet als seien sie echter Feuerwehrnachwuchs mit Helm, Visier und Jacke. Anschließend lockte eine Fahrt mit dem Feuerwehrwagen. Nach der Rückkehr sahen sich die Gäste im Gerätehaus um..sig

Die örtliche Jugendfeuerwehr hatte weit gereiste Gäste. In ihrem Gerätehaus erwartete sie die 17 Kinder aus dem weißrussischen Patendorf Swonez, die ihre letzte Ferienwoche im Schaumburger Land verbringen.

Ortsbrandmeister Andreas Mohr: „Wir freuen uns immer wieder auf diesen Besuch bei uns. Das hat inzwischen eine lange Tradition. Organisiert wird dieses Treffen vom Jugendfeuerwehrwart Jörg Weber und seinem Team.“

Wasserspiele mit einer Spritze machten wenig Sinn. Es fing nämlich sehr bald nach dem Start zu regnen an. Darüber freuten sich umso mehr Gartenfreunde und Landwirte. Die Gastgeber nutzten die Zeit, um auf einem Holzkohlenfeuer Bratwürste zu grillen. Etliche Gastgeber waren zu diesem Zeitpunkt auch bereits anwesend, ebenso wie Bürgermeisterin Christel Bergmann, Friedrich Winkelhake und Ingmar Everding von der Tschernobyl-Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Kirchengemeinde Bad Eilsen.

Die Kinder wurden dann eingekleidet als seien sie echter Feuerwehrnachwuchs mit Helm, Visier und Jacke. Einziges Problem: Die Jacken waren natürlich zu groß und schlackerten um die schmächtigen Körper. Aber ein günstiger Anlass für Erinnerungsfotos war dieser Augenblick immer. Anschließend lockte eine Fahrt mit dem Feuerwehrwagen durch den Ort.

Nach der Rückkehr konnten die kleinen Gäste sich im Gerätehaus umsehen. Da gibt es ja immer Interessante zu sehen. Dort im Mittelpunkt zu stehen, machte den Swonez-Kindern sichtlich Spaß.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg