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Vertrauens- oder Amtsperson?

Vortrag: „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ Vertrauens- oder Amtsperson?

Für die Themen „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ haben sich nicht weniger als 60 Mitglieder des Sozialverbandes Heeßen-Buchholz-Luhden interessiert, die dem Vortrag des Bückeburger Rechtsanwaltes und Notars Karsten Martens über knifflige Rechtsfragen lauschten.

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Walter Obst (von links), Vorsitzender Karl-Heinz Göbe, Elke Meier als Vertreterin des Kreisverbandes und Elfriede Bade.

Quelle: möh

Heeßen. Seinen Ausführungen über die Vorsorgevollmacht stellte der Rechtsanwalt die Frage voran: „Wann waren die Bürger im Mittelalter geschäftsfähig?“ Seine Antwort: „Die Männer mussten mit einer Rüstung bekleidet ohne Hilfe auf ein Pferd steigen. Eine Frau war geschäftsfähig, wenn sie allein zur Kirche gehen konnte.“ Das ist heute anders und besser geregelt. Der ältere Mensch kann einer ihm genehmen Person eine persönliche Vollmacht ausstellen; das Amtsgericht kann aber auch einen Betreuer bestellen. Martens verglich Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten.

 Natürlich koste der hauptberufliche Betreuer, während der Bevollmächtigte in der Regel aus der Familie stamme. Auch könnten Entscheidungen, wie bei einer Operation oder eines Hausverkaufes schneller umgesetzt werden, wenn nicht immer wieder das Gericht eingeschaltet werden müsse. Eine Patientenverfügung sei ein Zusatz zur Vorsorgevollmacht. Sie sei vor allem wichtig, wenn man wünsche, in Ruhe und Würde zu sterben und das Leben nicht allein von Apparaten und Maschinen versorgt fortsetzen wolle.

 Vorsitzender Karl-Heinz Göbe zeichnete noch Mitglieder für langjährige Vereinstreue aus. Ehrenadel und Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Walter Obst aus Buchholz und Elfriede Bade aus Luhden. möh

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