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Vom Verkehr ausgeschlossen

Heeßen Vom Verkehr ausgeschlossen

Obwohl der Verkehrsausschuss des Landkreises Schaumburg dem Gemeinderat Heeßen gegenüber deutlich gemacht hat, dass das Linksabbiegeverbot an der Einmündung der Auestraße in die B83 nicht wieder aufgehoben wird (wir berichteten), will der Ratsherr Gerhard Hasse bei diesem Thema nicht locker lassen.

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Dass an der Einmündung der Auestraße in die Bundesstraße nur noch nach rechts abgebogen werden darf, ist nach Meinung des Ratsherrn Gerhard Hasse eine überzogene Maßnahme.

Quelle: wk

HEESSEN. Durch die im Mai 2015 erfolgte Änderung der Verkehrsführung werde Heeßen „vom Verkehr ausgeschlossen“, kritisiert er. Denn laut einer davor von der Polizei durchgeführten Verkehrszählung seien an dieser Stelle seinerzeit pro Tag im Schnitt 280 Fahrzeuge nach links abgebogen, von denen viele dann auf die Autobahn (Auffahrt Bad Eilsen) gefahren seien. Nun jedoch müssen diese Verkehrsteilnehmer einen Umweg über die Straße Im Wiesengrund machen, wo sich der Verkehr zu den Stoßzeiten jedoch regelmäßig an der Einmündung in die Bückeburger Straße staue.

Schneller als erlaubt unterwegs

Oder sie fahren alternativ über Buchholz, was jedoch, wenn man von dort über die Landesstraße 443 zur Autobahnauffahrt Bad Eilsen will, (vor und nach der jetzigen Verkehrsregelung mittels Baustellenampel) ein „gefahrvoller Umweg“ sei, da man von der Landesstraße 443 auf die B83 abbiegen muss. „Und zwar an einer Stelle“, so Hasse, „wo die auf der Bundesstraße 83 bergab fahrenden Kraftfahrzeuge erfahrungsgemäß deutlich schneller als die dort maximal erlaubten 70 Stundenkilometer unterwegs sind.“ Ein kurzes Stück vorher gelte dort nämlich noch ein Tempolimit von maximal 100 Stundenkilometern, dessen Schwung viele Verkehrsteilnehmer (verbotenerweise) noch ein ganzes Stück weit über das Tempo-70-Schild hinaus mitnehmen. Dabei sei an dieser Einmündung übrigens das Abbiegen nach links auf die Bundesstraße 83 erlaubt.

Die seitens des Verkehrsauschusses für das Linksabbiegeverbot genannte Begründung, dass sich in dem Einmündungsbereich zuvor mehrere schwere Unfälle ereignet hatten, zieht laut Hasse nicht: „Es handelt sich nicht um einen Unfallschwerpunkt, sondern die Schwere der Unfälle ist der Grund dafür, dass dort nur noch das Abbiegen nach rechts erlaubt ist“, betont er, und kommt zu dem Schluss: „Jeder Unfall ist einer zu viel, aber man kann nicht jede Kreuzung sperren, weil mal ein Unfall passiert.“

Hasse will weiter kämpfen

Statt des Linksabbiegeverbotes sollte man besser die auf der Bundesstraße 83 zwischen den beiden Ampeln (Einmündung Autobahnzubringer und Einmündung Bückeburger Straße/Dorfstraße) erlaubte Höchstgeschwindigkeit von derzeit 100 Stundenkilometer auf 70 Stundenkilometer reduzieren, um das Unfallrisiko auf dem knapp 800 Meter langen Teilstück zu senken.

Worauf er auch hinweist: An der Einmündung der Luhdener Nord-Süd-Straße in die Bundesstraße 83 ist das Abbiegen nach links weiterhin erlaubt – und auf der Bundesstraße gilt dort ebenfalls Tempo 100.

In Anbetracht all seiner Argumente stellt Hasse klar, dass er weiterhin dafür kämpfen will, dass an der Auestraße wieder die vorherige Verkehrsregelung eingeführt wird. An Unterstützung mangelt es ihm dabei nach eigenen Angaben nicht: „Ich könnte 1000 Unterschriften sammeln“, erklärt der Ratsherr, und verweist zum Vergleich darauf, dass Heeßen aktuell rund 1500 bis 1600 Einwohner hat .wk

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