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Vorbildlich

Carla und Ulrich Gramkow pflegen Gräber Vorbildlich

Es ist lobenswert, wenn es Menschen gibt, die das Gedenken an andere wach halten. Das geschieht unter anderem auch durch die Pflege von Gräbern. Der Eilser Heimat- und Kulturverein (HKV) ist zum Beispiel bemüht, die Ruhestätten einiger verdienstvoller Mitbürger in einem guten Zustand zu halten.

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Carla und Ulrich Gramkow pflegen das Waldgrab des Grafen Wiser und das seiner Ehefrau.

Quelle: sig

BAD EILSEN/HEEßEN. Bei dieser Aufgabe wird er in vorbildlicher Weise vom Ehepaar Carla und Ulrich Gramkow aus Heeßen unterstützt. Diese kamen als Ruheständler ins Schaumburger Land. Dort wurde Carla Gramkow Mitglied des vielseitig engagierten Heimat- und Kulturvereins in der Samtgemeinde Eilsen.

Vor vier Jahren übernahm sie zusammen mit ihrem Ehemann die Pflege der Grabstätte am südlichen Waldrand des Harrls. Dort sind der berühmte Augenarzt Graf Maximilian Wiser und seine Ehefrau Eleonore, geborene Gräfin Kanitz, zur letzten Ruhe gebettet worden. Die Fläche rund um die beiden Gräber ist vom HKV bei einem Großeinsatz wieder gelichtet und ansehnlich hergerichtet worden. Seitdem ist sie zu einem Anziehungspunkt für viele Spaziergänger geworden, zumal man am Wegesrand eine nicht zu übersehende Hinweistafel aufgestellt hat.

Weitere Ruhestätten kamen hinzu

Die Eheleute Gramkow sorgen dafür, dass sich dort kein Wildwuchs ausbreitet und die Pflanzen auf den Gräbern nicht vertrocknen. Da es dort keine Wasserstelle gibt, muss das Nass in Behältern herangeschafft werden. Das war vor allem in der zurückliegenden längeren Trockenperiode wichtig. „Wir haben dafür gesorgt, dass nichts vertrocknet ist“, berichtete die Familie Gramkow.

Es ist nicht bei der Betreuung dieser Gräber geblieben, denn es kamen noch weitere Ruhestätten auf dem Friedhof in Heeßen hinzu. Dazu gehört das Grab von Dr. Friedrich von Tippelskirch. Der gebürtige Hamburger leitete nach dem Ableben des Grafen Wiser die weltweit anerkannte und gefragte Bad Eilser Augenklinik.

Und schließlich kümmern sich die Eheleute Gramkow auf Bitten des Heimat- und Kulturvereins noch um die letzte Ruhestätte von Heinrich Niemann. Er war als Prediger in den Kurort gekommen, der zu diesem Zeitpunkt noch keine eigene Kirche besaß. Er war in leitender Funktion für den CVJM tätig, dessen Bad Eilser Ortsgruppe später mit viel Erfolg von Friedrich Winkelhake geführt wurde. Ihm lag besonders die Aussöhnung mit Israel am Herzen. sig

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