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Wie schafft man Sicherheit, wenn nichts geht?

Heeßen / B 83 Wie schafft man Sicherheit, wenn nichts geht?

Der Kreuzungsbereich von Auestraße und Bundesstraße 83 hat den Heeßer Gemeinderat nicht zum ersten Mal beschäftigt. Und nicht erst seit einem Verkehrsunfall im Mai 2005, bei dem ein Motorradfahrer getötet worden war, versucht das „Ortsparlament“, die Sicherheit an der unübersichtlichen Kreuzung zu verbessern. Jetzt gab Gemeindedirektor Bernd Schönemann einen Bericht über den aktuellen Sachstand.

Heeßen (thm). Bekanntlich gilt der fragliche Bereich nicht als Unfallschwerpunkt. Voraussetzung dafür wären entweder mindestens fünf Unfälle gleicher Art innerhalb eines Kalenderjahres oder innerhalb von drei Jahren drei Unfälle mit Schwerverletzten. Weil beides nicht zutrifft, hatte es der Landkreis 2008 abgelehnt, zwischen der Autobahnauffahrt und Klein Eilsen durchgängig Tempo 70 als Höchstgeschwindigkeit festzusetzen.

 In jüngerer Vergangenheit waren in Heeßen einige Lösungsvarianten im Gespräch. Einer zufolge sollen nur noch Kraftfahrer von der B83 nach links in die Auestraße, aber keine von der Auestraße auf die B83 abbiegen dürfen. Ein weiterer Vorschlag zielt darauf ab, das Linksabbiegen weder von der B83 in die Auestraße, noch von der Auestraße auf die B83 zu erlauben.

 Wie Schönemann nun ausführte, hat die Verwaltung noch einmal mit den zuständigen Behörden Kontakt aufgenommen. „Ein Abbiegen nur in eine Richtung würde wohl in Luhden nicht durchgehen“, so Schönemann, denn natürlich müssten die Luhdener beteiligt werden, weil südlich der Bundesstraße Luhdener Gebiet ist. Zudem habe die Polizei darauf hingewiesen, dass ihrer Einschätzung nach eine Querung der Bundesstraße wohl nicht mehr erfolgen dürfe, wenn die dort heute bestehende Regelung verändert werde. „Aber das wäre dann genau das, was aus Heeßer Sicht auf gar keinen Fall eintreten soll“, kommentierte Schönemann.

 Damit ist nun guter Rat teuer – jedenfalls bildlich gesprochen. Jürgen Harmening (CDU), Gerhard Möhlmann (SPD) und Gerhard Hasse (parteilos) wollen auf gar keinen Fall eine Lösung, bei der es Landwirten untersagt wäre, die Bundesstraße zu überqueren, um zu ihren Feldern zu gelangen. Der Gemeindedirektor regte an, das Thema bei einer künftigen Ratssitzung ausführlich zu beraten.

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